Mittwoch, 12. August 2026

Pascal Weis

Tri-Force Fulda · Trainer: TRIvelop Endurance Coaching · 37 Jahre
Heimat
Ludwigsau
Beruf
Inhaber ambulanter Pflegedienst
Qualifiziert über
IRONMAN Hamburg · 07.06.2026 · AG-Platz 8
Triathlon seit
2017
Kona ist der Ort, an dem jeder Langdistanz-Triathlet einmal starten möchte. Für mich geht es dabei aber nicht nur um das Rennen selbst.



Kona ist die Belohnung für viele Jahre konsequenter Arbeit und dafür, niemals aufgehört zu haben, an diesen Traum zu glauben. Ich freue mich riesig darauf, die einzigartige Atmosphäre aufzusaugen, auf den legendären Strecken unterwegs zu sein und mich mit Athleten aus der ganzen Welt zu messen.



Das Schönste ist aber, dass meine Frau und meine Kinder dabei sein werden. Gemeinsam diesen Traum erleben zu dürfen, macht die Reise nach Hawaii für mich noch wertvoller als die Qualifikation selbst.

Meine Story

Motivation

Triathlon bedeutet für mich viel mehr als Zeiten oder Platzierungen (Obwohl ich ein Racer bin und immer die Competition suche). Ich habe einfach Spaß daran, mich Schritt für Schritt zu verbessern und herauszufinden, was mit Disziplin und harter Arbeit möglich ist.



Wenn ich an mein 20-jähriges Ich denke, muss ich manchmal schmunzeln. Damals gehörten Zigaretten und jedes Wochenende feiern ganz selbstverständlich dazu. Heute – fast 20 Jahre später – würde ich mein damaliges Ich auf jeder Distanz Zerstören. Das zeigt mir, dass Veränderung immer möglich ist.



Meine größte Motivation ist aber meine Familie. Ich möchte meinen Kindern vorleben, dass man mit Leidenschaft, Ehrgeiz und Ausdauer Ziele erreichen kann, die zunächst völlig unerreichbar erscheinen. Und ich möchte vor allem so lange wie möglich fit und gesund bleiben, um viele gemeinsame Abenteuer mit ihnen erleben zu können.

Stolzester Moment

Natürlich war die Annahme meines Kona-Slots ein Gänsehautmoment. Noch stolzer macht mich aber der Weg dorthin.



Die Qualifikation war das Ergebnis vieler Jahre mit Höhen und Tiefen, Rückschlägen, frühen Trainingseinheiten und dem täglichen Spagat zwischen Selbstständigkeit, Familie und Sport. Dass ich mir diesen Traum trotz eines oft 60- bis 70-Stunden-Arbeitsalltags erfüllen konnte, macht mich unglaublich stolz.



Der Moment, als mein Name bei der Slotvergabe aufgerufen wurde und ich wusste: Jetzt geht es wirklich nach Hawaii, wird für immer unvergessen bleiben. Realisiert habe ich es aber irgendwie noch gar nicht. Das kommt sicher erst wenn ich aus dem Flieger steige.

Pascal goes Hawaii: Meine Kona-Quali

QualifikationswegSlotvergabe
Quali-DetailsIRONMAN Hamburg · 07.06.2026 · AG-Platz 8
Der Traum von Kona – endlich Wirklichkeit

Als ich meinen ersten Ironman in Frankfurt gefinisht habe, war Kona für mich genau das: ein Traum. Einer dieser Träume, von denen man zwar spricht, die aber so weit entfernt wirken, dass man selbst kaum daran glaubt. Ich war stolz, überhaupt die Langdistanz geschafft zu haben und das trotz Reifenpanne noch knapp unter 10 Std. An eine Qualifikation habe ich damals eigentlich nicht ernsthaft gedacht.

Seitdem hat mich der Sport nicht mehr losgelassen. Ich lebe dieses Triathlon Ding und bin mittlerweile auch als Coach tätig (nebenbei).

Nach meinem ersten Ironman wollte ich mich immer weiter verbessern. Ich bin erneut in Frankfurt gestartet, später in Roth und wieder in Frankfurt. Jedes Rennen hat mich etwas gelehrt und ein Stück stärker gemacht. Ende 2024 habe ich nach einer Corona-Infektion sogar noch spontan den Ironman Portugal als Saisonabschluss mitgenommen – ohne große Erwartungen, einfach weil ich diesen Sport liebe.

2025 wollte ich es dann zum ersten Mal wirklich wissen. Beim Ironman Thun bin ich mit dem Ziel gestartet, mich für Hawaii zu qualifizieren. Rückblickend war das vielleicht nicht das ideale Rennen für mich. Mit über 2.000 Höhenmetern hatten leichtere Athleten einfach Vorteile. Es hat nicht gereicht. Natürlich war die Enttäuschung groß.

Aber genau in diesem Moment wurde aus einem Traum ein konkretes Ziel.

Ich habe meine Saison komplett auf die Qualifikation ausgerichtet. Gemeinsam mit meinem Trainingspartner Jörg ging es im Dezember ins Trainingslager nach Lanzarote, im Frühjahr folgte Mallorca mit unserer ganzen Trainingsgruppe. Gleichzeitig habe ich versucht, mein Training noch einmal auf ein neues Niveau zu bringen. Von durchschnittlich elf Stunden pro Woche auf rund vierzehn Stunden – und das neben einer Selbstständigkeit mit oft 60 bis 70 Arbeitsstunden pro Woche. Einfach war das nicht. Ohne die Unterstützung meiner Familie wäre das niemals möglich gewesen.

Dann kam der Ironman Hamburg.

Eigentlich fühlte ich mich besser vorbereitet als je zuvor. Umso härter war der Start in den Tag: Beim Schwimmen erwischte ich ausgerechnet meine schlechteste Leistung, die ich jemals auf einer Langdistanz gezeigt habe. Statt der angepeilten knapp über einer Stunde stieg ich erst nach fast 1:08 Stunden aus dem Wasser. In diesem Moment musste ich den Traum von Kona innerlich fast schon abhaken.

Auf dem Rad hieß es dann: kämpfen. Regen, Wind und die langen Passagen am Deich haben mental alles abverlangt. Nach dem Rennen stellte ich fest, dass Metallspäne in meinem Hinterreifen steckten. Wahrscheinlich war ich die gesamte Radstrecke mit deutlich zu wenig Luftdruck unterwegs. Zum Glück hielt das Dichtmittel bis ins Ziel.

Als ich auf die Laufstrecke ging, wusste ich: Jetzt gibt es keine Ausreden mehr.

Ich lief den besten Ironman-Marathon meines Lebens. Schritt für Schritt arbeitete ich mich nach vorne, bis ich schließlich als Achter meiner Altersklasse ins Ziel kam. Leider 14 Sec. zu langsam um die 9 Std Schallmauer zu brechen. Hier war die Enttäuschung erstmal riesig.

Am nächsten Morgen stand die Slotvergabe an. Diesmal durfte ich nicht nur hoffen – diesmal durfte ich tatsächlich den Satz hören, auf den ich so lange hingearbeitet hatte.

Kona.

Diesen Moment werde ich nie vergessen. Und die 14 Sec. vom Vortag waren vergessen.

Für viele ist Hawaii einfach nur ein Rennen. Für mich ist es die Belohnung für viele Jahre Arbeit, Rückschläge, frühe Morgenstunden, unzählige Trainingskilometer und den Spagat zwischen Beruf, Familie und Sport. Und vor allem ist es eine Belohnung für meine Frau und meine Kinder. Die das immer alles mit machen und nun einen Unvergesslichen Urlaub erleben dürfen.

Dass ist das Schönste daran: Ich werde diese Reise nicht allein erleben. Meine Frau und unsere Kinder kommen mit nach Hawaii. Gemeinsam diesen Traum zu leben, macht die Qualifikation für mich noch viel wertvoller.

Jetzt freue ich mich einfach darauf, auf Hawaii an der Startlinie zu stehen, die Atmosphäre aufzusaugen und jeden einzelnen Kilometer zu genießen. Denn unabhängig vom Ergebnis habe ich bereits das erreicht, wovon ich vor einigen Jahren nur geträumt habe.

Mein Profil

Erste Langdistanz2020

Mein Sport & Training

km / Jahr
Einschätzung 1–10
Equipment
300 km
Schwimmen
3/10
Einteiler Rene Rosa
6.800 km
Rad
6/10
Rad Canyon
2.350 km
Laufen
6/10
Laufschuhe New Balance

Weitere Rennen

Jahr Rennen AG Overall Zeit
2026 Ironman Hamburg M35-39 8 53 9:00:13
2025 Ironman Switzerland Thun M35-39 19 101 9:44:03
2024 Ironman Portugal-Cascais M35-39 28 119 10:08:56
2024 Ironman Frankfurt M35-39 46 219 9:29:05
2023 Challenge Roth M35-39 79 332 9:36:03
2022 Ironman Frankfurt M30-34 38 219 9:55:01
2021 Ironman Frankfurt M30-34 32 170 9:58:23
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Name Ort Qualifikation WM-Teilnahmen
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Niklas Geiss Mömlingen IRONMAN Kalmar 1x
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Jannik Hollmann Mannheim IRONMAN Portugal - Cascais
Martin Kodewitz Regensburg IRONMAN Hamburg
Christoph Mattner Crivitz IRONMAN Frankfurt 1x
Daniel Müller Hanau-Steinheim IRONMAN Hamburg
Ken Schräder Ebernhahn IRONMAN Cozumel
Stefan Wieland Lauterbrunn IRONMAN Tallinn
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