Was für ein Rennen, was für eine Show: Das Männerrennen der Ironman-70.3-WM lieferte alles, was man sich von einem Sportevent wünschen kann.

Gleich wird es ernst an der Côte d’Azur: Mitfavorit Casper Stornes (links) lässt sich von Landsmann Kristian Blummenfelt den Swimsuit schließen.

Lasse Nygaard Priester wärmt sich derweil mit Stretching auf für das WM-Rennen.

Kaum wird es hell, springen die 56 Profi-Männer in das 27 Grad warme Mittelmeer.

Es wird ein Hauen und Stechen im Wasser. Die Athleten sprechen später von teilweise chaotischen Zuständen. Vorn bildet sich eine riesige Spitzengruppe.

Seth Rider ist heute First out of the Water. Der US-Amerikaner benötigt 23:28 Minuten für die 1,9 Kilometer.

Dahinter geht es Schlag auf Schlag, und fast im Sekundentakt kommen die Profis aus dem Wasser. Mittendrin liegt Jonas Schomburg gut im Rennen.

Nicht optimal, aber noch okay läuft es für Gustav Iden. Der Ironman-70.3-Weltmeisterin von 2019 liegt als 29. etwa 1:15 Minuten zurück.

Die zweite Disziplin beginnt und schon bald zeigt sich Rico Bogen an der Spitze. Der starke Radfahrer kämpft sich den Anstieg hoch.

Etwas überraschend ist Michele Bortolamedi voll mit dabei. Dem Italiener scheint der steile Kurs gut zu liegen.

Kristian Blummenfelt will nach Platz zwei im vergangenen Jahr in Marbella diesmal unbedingt den Sieg. Der Superstar fährt taktisch und hält sich knapp hinter der Spitzengruppe auf.

Einer nach dem anderen kämpft sich die Rampe zum Col de Vence hinauf. Insgesamt gilt es, 1.427 Höhenmeter zu überwinden.

Gustav Iden macht seinen Schwimmrückstand wett und riskiert in der Abfahrt viel. Mit Erfolg.

Stets vorn dabei ist Hayden Wilde, ohne dabei allzu oft selbst die Führungsarbeit zu leisten. Der Neuseeländer hat heute Großes vor.

Weiter hinten schlägt sich Cedric Osterholt wacker. Er wird heute als 36. ins Ziel kommen.

Bei Marten Van Riel läuft es nicht rund. Der Belgier muss um den Anschluss kämpfen und kann seine beeindruckende Serie heute nicht verlängern. Kaum zu glauben: Bisher hat er jedes seiner Ironman-70.3-Rennen gewonnen.

Hayden Wilde lässt sich auf der rasanten Abfahrt nach Nizza nicht abschütteln.

Starker Abfahrer: Gustav Iden macht im Downhill Boden gut und verkürzt seinen Rückstand auf wenige Sekunden.

Der Lauf muss heute die Entscheidung bringen. Lasse Nygaard Priester kommt als Dritter aus T2, überholt Michele Bortolamedi und schließt nach wenigen Kilometern zum Führenden Hayden Wilde auf.

Für Rico Bogen geht es dagegen in die andere Richtung. Der Leipziger hat heute nicht die richtigen Beine und kann die gute Ausgangssituation nicht nutzen. Er wird 17.

Seite an Seite laufen Jonas Schomburg und Gustav Iden die ersten sieben Kilometer. Und die beiden machen Boden gut. Doch dann hängt der Norweger den Deutschen ab.

Noch schneller ist zu Beginn Jelle Geens unterwegs. Der Titelverteidiger hat den Sieg noch nicht abgeschrieben.

Kristian Blummenfelt ist mal wieder eine Klasse für sich. Auf Position 17 in die Laufschuhe gewechselt, überholt er nach und nach 15 Konkurrenten. In 1:05:12 Stunden läuft er heute einen neuen Halbmarathon-Rekord für die Mitteldistanz.

An der Spitze hält Hayden Wilde das Tempo hoch. Lasse Nygaard Priester hält bis zur Hälfte der Laufstrecke mit.

Zu Beginn der zweiten und entscheidenden Laufrunde muss Priester abreißen lassen. Von jetzt an geht es für ihn darum, die bestmögliche Position abzusichern.

Ironman-Weltmeister Casper Stornes ist Priester auf den Fersen.

Das Rennen ist entschieden: Als der Vorsprung auf Blummenfelt auf 20 Sekunden schrumpft, zieht Hayden Wilde das Tempo auf den letzten Kilometern noch mal an. Das reicht. Der Neuseeländer wird neuer Ironman-70.3-Weltmeister.

3:50:51 Stunden benötigt Wilde für den anspruchsvollen Kurs.

Bis zum Umfallen gekämpft und doch verloren. So sieht es Kristian Blummenfelt selbst. Er wird wie 2025 Zweiter. 18 Sekunden haben diesmal den Unterschied gemacht.

Wilde und Blummenfelt haben sich gegenseitig gepusht bis ans Limit.

Die beiden Ersten liegen erschöpft auf dem Boden. Ironman-CEO Scott DeRue hilft mit kaltem Wasser aus.

Der Titelverteidiger kommt als Nächster ins Ziel: Jelle Geens wird 1:49 Minuten nach dem Sieger Dritter und gewinnt Bronze.

Lasse Nygaard Priester sichert den fünften Platz. Ein starkes Ergebnis für den besten Deutschen des Tages, auch wenn es zwischendurch aussah, als ginge hier noch deutlich mehr.

Jonas Schomburg läuft als Achter durch den Zielbogen. Sein nächstes großes Rennen steht in vier Wochen an. Gemeint ist der Ironman Hawaii.

Zum Mittag hin schlägt die Hitze gnadenlos zu. Jamie Riddle, Casper Stornes und Jonas Schomburg müssen erst mal durchatmen.

Das Podium der Ironman-70.3-Weltmeister: Hayden Wilds gewinnt vor Kristian Blummenfelt und Jelle Geens.


















