Donnerstag, 9. Februar 2023
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SzeneKristian Blummenfelt gewinnt Grand Final in Lausanne

Kristian Blummenfelt gewinnt Grand Final in Lausanne

Kristian Blummenfelt hat das Grand Final der World Triathlon Series 2019 in Lausanne für sich entschieden. Damit hat der Norweger nach einer schwierigen Saison mit mehreren Stürzen in Hamburg und beim Olympia-Testevent in Tokio vor gut zwei Wochen sowie einem DNF in Yokohama einen versöhnlichen Abschluss in der WM-Serie gefunden und sein erstes WTS-Rennen überhaupt gewonnen. Überraschend rannte der 25-Jährige auf der anspruchsvollen und profilierten Laufstrecke zum Sieg, nachdem durch seinen Sturz in Tokio zunächst sogar unklar war, ob er überhaupt an den Start gehen kann. Nach der schnellsten Laufzeit des Tages in 30:46 Minuten siegte Blummenfelt bei der olympischen Distanz nach 1:50:47 Stunden mit 16 Sekunden vor Mario Mola. 

Nach den 1,5 Kilometern der Auftaktdisziplin, die ohne Neoprenanzug absolviert werden mussten, war es  nach 18:03 Minuten einmal mehr der Südafrikaner Henri Schoeman, der das Feld anführte. Zu einem entscheidenden Vorsprung kam es allerdings nicht, sodass direkt zu Beginn eine relativ große Spitzengruppe bildete. Darunter waren unter anderem die Mitfavoriten Jonathan Brownlee (GBR), Javier Gomez (ESP), Kristian Blummenfelt (FRA), Marten Van Riel (BEL) und der Gesamtführende Vincent Luis, für den es in Lausanne um den ersten WM-Titel seiner Karriere ging.

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Die erste Verfolgergruppe, die nach einer von sieben Radrunden auf dem anspruchsvollen Kurs mit einem steilen Anstieg pro Runde knapp 30 Sekunden zurücklag, konnte wenig später auf die Führungsgruppe aufschließen. Dadurch schafften es auch der Zweite der Gesamtwertung, Mario Mola (ESP), sowie Gustav Iden, Casper Stornes (beide NOR), Fernando Alarza (ESP) und Jacob Birtwhistle (AUS) in die erste Gruppe, die durch den Zusammenschluss noch einmal deutlich vergrößert wurde. Trotz des steilen Anstiegs und zahlreichen Tempoverschärfungen, die an der Spitze in erster Linie von den drei Norwegern und Marten Van Riel ausgingen, konnte sich bis zum zweiten Wechsel niemand absetzen. So wechselten Luis, Mola und Gomez, die drei Führenden des Gesamtklassements, für die es um den WM-Titel ging, gemeinsam in die Laufschuhe.

Blummenfelt läuft zum Sieg, Luis zum WM-Titel

Auf der zehn Kilometer langen Laufstrecke, die auf jeder der vier Runden ebenfalls einen steilen Anstieg besaß, war es direkt Kristian Blummenfelt, der die Initiative ergriff und einen kleinen Vorsprung von 20 bis 30 Metern auf die erste kleine Verfolgergruppe mit Mola, Luis, Gomez, Alarza, Iden und Stornes herauslief. Nach fünf Kilometern wurde er allerdings von der Gruppe gestellt. Einige Momente später mussten erst Stornes und Gomez, schließlich auch Alarza, Iden und Luis abreißen lassen. Im Zweikampf zwischen Mola und Blummenfelt bekam der Norweger schließlich noch einmal die zweite Luft und lief gut drei Kilometer vor Schluss bergab mehrere Sekunden auf Mola heraus. Diesen Vorsprung baute er sogar noch etwas aus und erreichte nach der schnellsten Laufzeit des Tages schließlich zum ersten Mal in einem WTS-Rennen als Erster das Ziel. Mario Mola folgte 16 Sekunden im Anschluss, Dritter wurde Fernando Alarza, der 31 Sekunden hinter Blummenfelt die Ziellinie überquerte.

Als neuer Weltmeister kam Vincent Luis schließlich hinter Gustav Iden auf Platz fünf ins Ziel. Damit sicherte sich der Franzose seinen ersten WM-Titel, nachdem in den vergangenen drei Jahren Mario Mola gewann, der sich in diesem Jahr mit Platz zwei begnügen muss. Javier Gomez, der beim Einzelrennen des Grand Finals auf Platz sechs vor Casper Stornes und Jonathan Brownlee landete, belegt in der Gesamtwertung der WM-Serie Platz drei. Die deutschen Starter Jonas Schomburg, Jonas Breinlinger und Lasse Lührs belegten beim Grand Final die Ränge 20, 24 und 43, während Valentin Wernz das Rennen vorzeitig beenden musste.

ITU World Triathlon Series Grand Final 2019 | Männer

NAMELANDGESAMT1,5 KM SWIM40 KM BIKE10 KM RUN
1Kristian BlummenfeltNOR1:50:4718:121:00:4630:46
2Mario MolaESP1:51:0318:231:00:3631:01
3Fernando AlarzaESP1:51:1818:301:00:3131:17
4Gustav IdenNOR1:51:3418:281:00:3231:32
5Vincent LuisFRA1:51:5318:061:00:5331:52
6Javier GomezESP1:52:1418:121:00:4432:12
7Casper StornesNOR1:52:2018:241:00:3232:19
8Jonathan BrownleeGBR1:52:3218:131:00:4932:25
9Marten Van RielBEL1:52:5318:071:00:5232:47
10Alois KnablAUT1:52:5318:061:00:5032:50
20Jonas SchomburgGER1:54:3518:131:02:5632:25
24Jonas BreinlingerGER1:55:0318:181:00:4235:00
43Lasse LührsGER2:04:1618:251:06:2138:24
DNFValentin WernzGERDNF19:06//
Simon Müller
Simon Müller
Simon Müller ist selbst als ambitionierter Athlet unterwegs. 2022 wurde er Deutscher Meister auf der Kurzdistanz, 2019 qualifizierte sich bei seinem ersten Ironman in Mexiko mit einem AK-Sieg in 8:45 Stunden für den Ironman Hawaii. In seiner Brust schlägt neben dem Triathleten- auch ganz besonders ein Läuferherz. Simons Bestzeite über 10 Kilometer liegt bei unglaublichen 30:29 Minuten.
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