Der Ironman Hawaii läuft – und die deutschen Langdistanz-Profis sind von Anfang an ganz vorn dabei. First out of the Water ist aber Marten Van Riel.
Die ersten 3,8 von insgesamt 226 Kilometern sind absolviert: Beim Ironman Hawaii haben die Profi-Männer den Schwimmauftakt im Pazifik hinter sich gebracht. Bei welligen Bedingungen erreichte der Belgier Marten Van Riel nach 48:17 Minuten als Erster die Wechselzone. In der rund 20 Athleten starken Spitzengruppe befinden sich neben fast allen Favoriten auch die deutschen Profis Jonas Schomburg, Patrick Lange, Wilhelm Hirsch, Florian Angert und Jan Stratmann.
Rund 50 Profis waren um 6:20 Uhr Ortszeit (18:20 Uhr deutscher Zeit) mit einem Kanonenschuss auf die Strecke geschickt worden. Von Beginn an machten die schnellen Schwimmer Druck. Vor allem Schomburg und Hirsch übernahmen auf dem Weg zum Wendepunkt immer wieder Führungsarbeit. Auch Jamie Riddle und Pierre Le Corre beteiligten sich am hohen Tempo. Auf dem Rückweg übernahm schließlich Van Riel und gab die Führung danach nicht mehr ab.
Laidlow und Blummenfelt mit dabei
Die Taktik der viel diskutierten WhatsApp-Gruppe ging allerdings nicht auf. Dem Vernehmen nach hatten unter anderem Schomburg und Riddle vereinbart, das Tempo hochzuhalten und die Topfavoriten Sam Laidlow und Kristian Blummenfelt früh unter Druck zu setzen. Doch die Rechnung ging nur bedingt auf: Die Favoriten hielten Anschluss und konnten im Wasserschatten der Führungsschwimmer sogar Kräfte sparen. Gustav Iden verlor beim Schwimmen jedoch fast zwei Minuten. Der Norweger kam kurz vor Magnus Ditlev um Position 30 aus dem Wasser.
Deutlich mehr Zeit verloren Sam Long, Cameron Wurf und Matt Hanson. Das Trio verließ den Ozean rund sechseinhalb Minuten hinter der Spitze. Allerdings liegen die Stärken der drei Athleten vor allem auf dem Rad und beim Laufen. Auf den verbleibenden 222,2 Kilometern kann sich das Klassement noch deutlich verändern.