In der Videoreihe „Going Long“ haben die triathlon-Redakteure Anna Bruder und Lars Wichert ihre Langdistanzvorbereitung dokumentiert und sich darüber ausgetauscht. Mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen gab es ein gemeinsames Ziel. Nun lassen Anna und Lars ihre Saison noch einmal Revue passieren und geben einen Ausblick, wohin die Reise noch gehen soll.
Laura Schmatz
Manchmal kann eine Saison so beginnen, dass man kaum glauben mag, was gerade passiert. Das war für mich dieses Jahr der Fall. Nach Monaten mit Verletzungen und einer gefühlt endlosen Laufpause schien es fast surreal, beim Ironman 70.3 Valencia Ende April direkt mit einem Sieg zu starten. Beim vorangegangenen Lauftraining war ich immer noch sehr vorsichtig und wahrscheinlich auch sensibler als sonst. Wo ich normalerweise keinen Gedanken an ein Ziehen im Schienbein verloren hätte, war jetzt immer gleich wieder der Kopf mit dem Gedanken einer längeren Laufpause da. Gerade der Wiedereinstieg ins Lauftraining war ein Balanceakt zwischen „zu viel wollen“ und „zu wenig machen“. Dennoch nahm ich den Startplatz für das Premierenrennen in Valencia spontan an und so blieben mir von der Entscheidung bis zum Rennen knapp drei Wochen. Die Entscheidung sollte die richtige gewesen sein. Eine Location, die alles hat, was man sich für einen Triathlon wünscht. Von einer netten Schwimmstrecke im Hafenbecken, einer Wechselzone in einer alten Markthalle über eine Radstrecke mit Autobahn sowie Anstiegen im Hinterland und schlussendlich einem Halbmarathon im ausgetrockneten Flussbett entlang moderner Bauten. Valencia war ein perfekter Saisoneinstieg, mit dem ich nicht gerechnet hatte und der mich primär bezüglich meiner Laufform überraschte.
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Über Grenzen hinaus in Hamburg
Frank Wechsel / spomedis Mit dem Zielbanner in der Hand ein Dankschön an die Menschen, die diesen Tag unvergesslich gemacht haben.
Beim Ironman Hamburg – drei Jahre nach meinem ersten Triathlon überhaupt – sollte ich an gleicher Stelle, aber mit anderer Radstrecke nun wieder an der Startlinie stehen. Der Sieg in Valencia hatte mir nicht die Sicherheit und das Selbstvertrauen gegeben, wie man es vermuten könnte. Immer wieder waren die Gedanken da, dass ich zu wenig trainiert hatte, es nicht ausreichen würde, um mit den Athleten mitzuhalten, die mehr als das
Beim Ironman Hamburg – drei Jahre nach meinem ersten Triathlon überhaupt – sollte ich an gleicher Stelle, aber mit anderer Radstrecke nun wieder an der Startlinie stehen. Der Sieg in Valencia hatte mir nicht die Sicherheit und das Selbstvertrauen gegeben, wie man es vermuten könnte. Immer wieder waren die Gedanken da, dass ich zu wenig trainiert hatte, es nicht ausreichen würde, um mit den Athleten mitzuhalten, die mehr als das
Beim Ironman Hamburg – drei Jahre nach meinem ersten Triathlon überhaupt – sollte ich an gleicher Stelle, aber mit anderer Radstrecke nun wieder an der Startlinie stehen. Der Sieg in Valencia hatte mir nicht die Sicherheit und das Selbstvertrauen gegeben, wie man es vermuten könnte. Immer wieder waren die Gedanken da, dass ich zu wenig trainiert hatte, es nicht ausreichen würde, um mit den Athleten mitzuhalten, die mehr als das
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Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.
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