NEU! triathlon-News Ausgabe vom 9. Oktober, 06:01 Uhr · 0:49 Min · Kurzfassung

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Weihnachts-Special: Was passiert im Körper bei 24 Stunden Weihnachtsessen?

Weihnachten ist kein Wettkampf. Und doch fühlt sich der eigene Körper nach einem klassischen Feiertag manchmal genau so an: träge, voll, schwer, ein wenig überfordert. Aus sportlicher Sicht stellt sich deshalb jedes Jahr dieselbe Frage: Was passiert da eigentlich gerade im Körper? Und noch wichtiger: Wie schlimm ist das wirklich?

(c) Svetazarzamora | Dreamstime.com

Ein typischer Weihnachtsfeiertag besteht selten aus „ein bisschen Naschen“. Er ist strukturiert, ritualisiert und – nüchtern betrachtet – ein Paradebeispiel für einen langfristig angelegten Kalorienüberschuss: ein ausgiebiges Frühstück, ein reichhaltiges Mittagessen, Kuchen am Nachmittag, ein weiteres Abendessen, dazwischen immer wieder Süßes. Nicht aus Maßlosigkeit, sondern aus Tradition. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die physiologischen Abläufe – jenseits von Schuldgefühlen und Kalorien-Apps.

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Der Start in den Tag: Wenn der Stoffwechsel auf Vorrat schaltet

Schon das Frühstück am Weihnachtsmorgen unterscheidet sich deutlich vom Alltag. Brötchen, Croissants, Butter, Marmelade, Käse, vielleicht Lachs oder Rührei. Häufig begleitet von Saft oder Kakao. Für den Körper ist das zunächst kein Problem. Im Gegenteil: Nach der nächtlichen Fastenphase reagieren Insulin- und Glukosetoleranz am Morgen vergleichsweise effizient. Kohlenhydrate werden bevorzugt in Leber- und Muskelglykogen gespeichert, Fette zunächst zur Energiegewinnung genutzt.

Doch hier beginnt bereits ein entscheidender Punkt: Die Glykogenspeicher sind begrenzt. Je nach Körpergröße und Trainingszustand fasst die Leber etwa 80–100 Gramm Glykogen, die Muskulatur insgesamt rund 300–500 Gramm. Bei einem sportlich aktiven Menschen sind diese Speicher im Alltag oft teilweise entleert, an Weihnachten hingegen meist nicht. Wer sich in den Tagen zuvor weniger bewegt hat, startet den Feiertag metabolisch bereits mit gut gefüllten Depots. Der Spielraum für weitere Kohlenhydrate ist also kleiner, als viele vermuten.

Der Gänsebraten-Effekt: Insulin, Fett und das Missverständnis vom „Einlagern“

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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