Weihnachten ist kein Wettkampf. Und doch fühlt sich der eigene Körper nach einem klassischen Feiertag manchmal genau so an: träge, voll, schwer, ein wenig überfordert. Aus sportlicher Sicht stellt sich deshalb jedes Jahr dieselbe Frage: Was passiert da eigentlich gerade im Körper? Und noch wichtiger: Wie schlimm ist das wirklich?
(c) Svetazarzamora | Dreamstime.com
Ein typischer Weihnachtsfeiertag besteht selten aus „ein bisschen Naschen“. Er ist strukturiert, ritualisiert und – nüchtern betrachtet – ein Paradebeispiel für einen langfristig angelegten Kalorienüberschuss: ein ausgiebiges Frühstück, ein reichhaltiges Mittagessen, Kuchen am Nachmittag, ein weiteres Abendessen, dazwischen immer wieder Süßes. Nicht aus Maßlosigkeit, sondern aus Tradition. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die physiologischen Abläufe – jenseits von Schuldgefühlen und Kalorien-Apps.
- Anzeige -
Der Start in den Tag: Wenn der Stoffwechsel auf Vorrat schaltet
Schon das Frühstück am Weihnachtsmorgen unterscheidet sich deutlich vom Alltag. Brötchen, Croissants, Butter, Marmelade, Käse, vielleicht Lachs oder Rührei. Häufig begleitet von Saft oder Kakao. Für den Körper ist das zunächst kein Problem. Im Gegenteil: Nach der nächtlichen Fastenphase reagieren Insulin- und Glukosetoleranz am Morgen vergleichsweise effizient. Kohlenhydrate werden bevorzugt in Leber- und Muskelglykogen gespeichert, Fette zunächst zur Energiegewinnung genutzt.
Doch hier beginnt bereits ein entscheidender Punkt: Die Glykogenspeicher sind begrenzt. Je nach Körpergröße und Trainingszustand fasst die Leber etwa 80–100 Gramm Glykogen, die Muskulatur insgesamt rund 300–500 Gramm. Bei einem sportlich aktiven Menschen sind diese Speicher im Alltag oft teilweise entleert, an Weihnachten hingegen meist nicht. Wer sich in den Tagen zuvor weniger bewegt hat, startet den Feiertag metabolisch bereits mit gut gefüllten Depots. Der Spielraum für weitere Kohlenhydrate ist also kleiner, als viele vermuten.
Der Gänsebraten-Effekt: Insulin, Fett und das Missverständnis vom „Einlagern“
Das klassische Weihnachtsmittagessen, Gänsebraten, Klöße, Rotkohl und Soße, ist aus Sicht des Stoffwechsels eine dichte Mischung aus Fett und Kohlenhydraten. Genau diese Kombination sorgt für den bekannten „Mittagstief“-Effekt. Insulin steigt an, um Glukose aus dem Blut zu schleusen, gleichzeitig wird die Fettverbrennung nahezu vollständig heruntergefahren. Das ist kein Fehler des Körpers, sondern ein Schutzmechanismus. Der Organismus priorisiert die Verarbeitung dessen, was gerade im Überfluss vorhanden ist. Wichtig dabei: Nicht jede
Das klassische Weihnachtsmittagessen, Gänsebraten, Klöße, Rotkohl und Soße, ist aus Sicht des Stoffwechsels eine dichte Mischung aus Fett und Kohlenhydraten. Genau diese Kombination sorgt für den bekannten „Mittagstief“-Effekt. Insulin steigt an, um Glukose aus dem Blut zu schleusen, gleichzeitig wird die Fettverbrennung nahezu vollständig heruntergefahren. Das ist kein Fehler des Körpers, sondern ein Schutzmechanismus. Der Organismus priorisiert die Verarbeitung dessen, was gerade im Überfluss vorhanden ist. Wichtig dabei: Nicht jede
Das klassische Weihnachtsmittagessen, Gänsebraten, Klöße, Rotkohl und Soße, ist aus Sicht des Stoffwechsels eine dichte Mischung aus Fett und Kohlenhydraten. Genau diese Kombination sorgt für den bekannten „Mittagstief“-Effekt. Insulin steigt an, um Glukose aus dem Blut zu schleusen, gleichzeitig wird die Fettverbrennung nahezu vollständig heruntergefahren. Das ist kein Fehler des Körpers, sondern ein Schutzmechanismus. Der Organismus priorisiert die Verarbeitung dessen, was gerade im Überfluss vorhanden ist. Wichtig dabei: Nicht jede
Mit triathlon+ weiterlesen
Mit triathlon+ verpasst du keine spannenden Inhalte mehr. Für nur € 9,95 pro Monat bekommst du außerdem die Zeitschrift triathlon ins Haus und kannst in 30.000 Seiten unseres Digitalarchivs stöbern.
Tauche ein in die spannende Welt von triathlon+ und erfahre mehr Hintergründe, mehr Service und mehr Triathlonerlebnis – digital hier und auf Wunsch ohne Aufpreis monatlich in deinem Briefkasten.
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.
Sechs Tage vor dem Ironman Hawaii absolvieren Kristian Blummenfelt und Gustav Iden erneut einen 40 Kilometer langen Koppellauf nach 180 Radkilometern am Vortag. Wir vergleichen das traditionelle Abschlusstraining mit 2022 und 2024 und analysieren, was es über Form, Risiko und psychologische Kriegsführung der beiden Norweger verrät.
Titelverteidigung, Wiedergutmachung und ein zusätzliches Duell um die Pro Series: Auf der Pressekonferenz vor der Ironman-WM auf Hawaii sprechen die sechs Topfavoritinnen über ihre Vorbereitung, die Lehren aus dem Vorjahr und ihre Erwartungen an das Rennen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von reCAPTCHA. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.