NEU! triathlon-News Ausgabe vom 7. Oktober, 19:02 Uhr · 0:50 Min · Kurzfassung

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Nach Reifenschäden beim Ironman Hamburg: Betroffene erhalten Kompensation

Nach den mutmaßlichen Sabotageakten auf der Radstrecke des Ironman Hamburg reagiert der Veranstalter nun mit einem Kompensationsangebot für betroffene Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie sollen über ein Formular ihre bevorzugte Option auswählen.

Frank Wechsel / spomedis

Nach den massenhaften Reifenpannen beim Ironman Hamburg bietet der Veranstalter betroffenen Athletinnen und Athleten eine Kompensation an. In einer Nachricht an Teilnehmende, die von der Problematik betroffen waren, heißt es, man verstehe sehr gut, „wie enttäuschend“ der Verlauf des Renntags gewesen sei.

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Um den Weg zurück an eine Startlinie zu ermöglichen, bittet Ironman die Betroffenen nun darum, ein Auswahlformular auszufüllen. Darin sollen sie ihre bevorzugte Option sowie eine Zweitoption angeben. Die Angaben würden nach Veranstalterangaben innerhalb von fünf Werktagen bearbeitet. Ironman kündigt an, die Wunschoptionen je nach Verfügbarkeit bestmöglich berücksichtigen zu wollen. Auch ein Zweitwunsch kann angegeben werden. Ironman hat für viele bereits ausgebuchte Rennen ein zusätzliches Startplatzkontingent eröffnet.

Diese Ersatzrennen bietet Hamburg den Betroffenen an

DatumRennenStartplätze
14.06.2026Ironman Kärnten-Klagenfurt50
14.06.2026Ironman Tours Metropole – Loire Valley50
28.06.2026Ironman Frankfurt50
28.06.2026Ironman Nice, France50
05.07.2026Ironman Switzerland Thun100
12.07.2026Ironman Vitoria-Gasteiz50
15.08.2026Ironman Kalmar-Sweden50
16.08.2026Ironman Copenhagen30
16.08.2026Ironman Leeds100
23.08.2026Ironman Vichy50
13.09.2026Ironman Wales50
19.09.2026Ironman Italy Emilia Romagna50
04.10.2026Ironman Calella-Barcelona50
17.10.2026Ironman Portugal-Cascais50
06.06.2027Ironman Hamburgoffen

Viele Teilnehmende durch Reifenschäden ausgebremst

Beim Ironman Hamburg war es am Sonntag auf der Radstrecke im Bereich Kirchwerder zu einer extrem hohen Zahl an Reifenpannen gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen Unbekannte auf mehreren Straßen Metallspäne auf die Fahrbahn gebracht haben. Zahlreiche Rennräder wurden beschädigt, viele Teilnehmende verloren erheblich Zeit oder mussten ihr Rennen vorzeitig beenden. tri-mag.de geht nach eigenen Beobachtungen vor Ort und Gesprächen mit Betroffenen inzwischen von mehreren Hundert beschädigten Rädern aus.

Bereits am Montag hatte Daniel Gottschall, Regionaldirektor von Ironman für Deutschland und Luxemburg, bei der Slotvergabe von einem „Anschlag einer kleinen Gruppe“ gesprochen. Zugleich hatte er betont, dass dies nichts mit den Menschen zu tun habe, die das Rennen in Hamburg jedes Jahr willkommen hießen. Den betroffenen Athletinnen und Athleten stellte er individuelle Unterstützung in Aussicht.

Kriminalpolizei ermittelt

Inzwischen hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen. Es geht um den Verdacht der gefährlichen Körperverletzung sowie der Sachbeschädigung. Während des Rennens kam es in Kirchwerder zudem zu einem Sturz, bei dem ein 29-jähriger Teilnehmer eine Fraktur erlitt und in ein Krankenhaus gebracht wurde. Ob ein durch Metallspäne verursachter Reifenschaden zu dem Unfall beigetragen hat, wird derzeit untersucht.

Auch ein weiterer Vorfall beschäftigt die Ermittler: Zwischen Freitagnachmittag und Samstagvormittag waren entlang des Kirchheerwegs Halteverbotsschilder und Ankündigungsplakate entfernt worden, die für das Rennen aufgestellt worden waren.

Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise. Zeuginnen und Zeugen, die rund um das Rennwochenende verdächtige Beobachtungen gemacht haben, können sich beim Hinweistelefon der Polizei unter 040/4286-56789 melden.

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Jan Luca Grüneberg
Jan Luca Grüneberg
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.

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