Freitag, 12. Dezember 2025

5.000 US-Dollar gegen Waffengewalt: Chelsea Sodaro spendet Preisgeld von Oceanside

Ihr Vorhaben war eine zusätzliche Motivation: Für Rang zwei beim Ironman 70.3 Oceanside kassiert Chelsea Sodaro 5.000 US-Dollar, die sie direkt an eine Organisation gegen Waffengewalt weiterleiten will.

Donald Miralle | Ironman Rang zwei bei ihrem Saisondebüt hinter Tamara Jewett (Mitte) und vor Katrina Matthews: Chelsea Sodaro (li.) spendet ihr Preisgeld vom Ironman 70.3 Oceanside.

Sie sprach von einem „soliden Saisondebüt“. Chelsea Sodaro kam bei ihrem Rennauftakt im Jahr 2023 beim Ironman 70.3 Oceanside auf Rang zwei ins Ziel. Den hatte sie sich nach dem Radfahren mit einem Laufsplit von 1:15:20 Stunden über den Halbmarathon gesichert. Die Freude über den gelungenen ersten Wettkampf des Jahres wollte die US-Amerikanerin nicht zu hoch hängen. Für sie stand gleichzeitig etwas anders im Mittelpunkt, was sie bereits im Vorfeld angekündigt hatte. „Ich werde mein Preisgeld in Höhe von 5.000 US-Dollar an ‘Momsdemand‘ spenden“, so Sodaro. Die Organisation setzt sich für Maßnahmen zur öffentlichen Sicherheit ein, um Menschen vor Waffengewalt zu schützen.

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„So kann es nicht weitergehen“

Der Gedanke war der aktuellen Ironman-Weltmeisterin nach einem Amoklauf Ende März an einer Grundschule in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee gekommen, bei dem sieben Todesopfer zu beklagen waren, darunter drei Kinder. Chelsea Sodaro möchte ihren Beitrag für eine bessere Welt leisten. „Unschuldige haben ihr Leben verloren“, sagte die 36-Jährige bestürzt. „So kann es nicht weitergehen.“ Die Mutter einer zweijährigen Tochter wolle mit der Spende einen Beitrag leisten, „unser Land sicherer für Kinder und Familien zu machen“. Sodaro postete in einem Instagrambeitrag nach dem Oceanside-Rennen: „Ich werde nie aufhören, mich für Frauen, für Mütter und für die nächste Generation einzusetzen. Vielen Dank für all die unglaublichen Beifallsbekundungen da draußen. Ich habe hinter meinem schmerzverzerrten Gesicht gelächelt.“

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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