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Allgäu Triathlon 2026: Meißner dominiert, Hug siegt trotz Schreckmoment

Lena Meißner und Tom Hug haben die Classic-Distanz beim 44. Allgäu Triathlon gewonnen. Während Hug die Entscheidung mit einem starken Lauf herbeiführte, feierte Meißner nach einer spontanen Anmeldung einen souveränen Start-Ziel-Sieg.

Dominik Berchtold Lena Meißner hat trotz spontanem Starts die Classic-Distanz des Allgäu Triathlons für sich entschieden.

Rund 3.200 Athletinnen und Athleten haben den Großen Alpsee und die anspruchsvollen Strecken rund um Immenstadt am Sonntag in eine große Triathlonarena verwandelt. Im Mittelpunkt stand die Classic-Distanz über 1,9 Kilometer Schwimmen, 92 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen. Dort setzten sich Tom Hug und Lena Meißner durch.

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Hug entscheidet enges Duell gegen Stoll

Das Männerrennen begann im Wasser mit einer kleinen Führungsgruppe um Magnus Männer, der den Großen Alpsee nach 23:44 Minuten als Schnellster verließ. Tom Hug und Jannik Stoll folgten nur rund 40 Sekunden später und machten ihren Rückstand auf der anspruchsvollen Radstrecke schnell wett.

Für Hug begann die zweite Disziplin allerdings mit einer Schrecksekunde: Wegen eines beschlagenen Visiers erkannte der 28-Jährige nach eigenen Angaben bereits auf dem ersten Kilometer eine Kurve zu spät und landete an einer Begrenzung. Ein schwerer Sturz blieb jedoch aus – und auch sportlich ließ sich Hug nicht aus dem Konzept bringen. Gemeinsam mit Stoll setzte er sich an die Spitze und erreichten die zweite Wechselzone gleichzeitig. Die Entscheidung musste damit auf der Laufstrecke fallen.

Dort übernahm Hug früh die alleinige Führung. Mit der schnellsten Laufzeit des Tages von 1:09:41 Stunden baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus und erreichte nach 3:56:33 Stunden das Ziel. Stoll wurde in 4:01:09 Stunden Zweiter. Samuel Böttinger sicherte sich mit einer starken Laufleistung von 1:11:15 Stunden in 4:06:22 Stunden den dritten Platz.

Spontanstart endet mit deutlichem Sieg

Noch klarer fiel die Entscheidung bei den Frauen aus. Lena Meißner war ursprünglich zum Graveln ins Allgäu gereist und entschied sich erst kurzfristig für einen Start. Zwei Tage später führte die Ironman-70.3-Europameisterin von 2025 das Rennen vom ersten bis zum letzten Meter an.

Nach 25:48 Minuten kam Meißner als erste Frau aus dem Wasser. Auf dem Rad vergrößerte sie ihren Vorsprung mit einer Zeit von 2:38:46 Stunden deutlich. Auch beim abschließenden Lauf ließ sie in 1:18:20 Stunden nichts mehr anbrennen und gewann nach 4:28:47 Stunden.

Katharina Krüger folgte mit deutlichem Abstand in 4:48:23 Stunden auf Rang zwei. Um den dritten Platz entwickelte sich dagegen ein enger Kampf: Hannah Graf machte mit der zweitschnellsten Laufzeit Boden gut, zog noch an Mena Suter vorbei und komplettierte in 4:51:27 Stunden das Podium. Lediglich 39 Sekunden später erreichte Suter als Vierte das Ziel.

Moser dreht das Rennen auf der Laufstrecke

Auf der Olymp-Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 46 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen wiederholte Maximilian Krüger seinen Sieg aus dem Vorjahr. Der Athlet der SG Eintracht Ergste setzte sich in 2:15:02 Stunden vor dem Österreicher Niko Malleczek (2:17:01) und Jan Pluta (2:17:18) durch.

Bei den Frauen sorgte Valerie Moser für eine Aufholjagd. Nach dem Radfahren lag die Karlsruherin noch 55 Sekunden hinter Anne Schmidhuber. Mit einem 40:47 Minuten schnellen Lauf drehte sie das Rennen und gewann in 2:31:22 Stunden mit 54 Sekunden Vorsprung. Schmidhuber wurde Zweite, Julia Gralki belegte Rang drei.

Reischmann gewinnt beim Comeback

Auf der Sprintdistanz feierte Anne Reischmann einen gelungenen Wiedereinstieg nach ihrer Babypause. Nach dem Schwimmen lag die Ravensburgerin noch hinter Charlotte Uherek, übernahm auf den 29 Radkilometern jedoch deutlich die Führung. Nach 1:27:25 Stunden gewann sie vor Uherek (1:30:10) und Sandra Echteler (1:32:00).

Bei den Männern dominierte Jonathan Engisch. Der Chemnitzer fuhr mit 50:00 Minuten die klar schnellste Radzeit und siegte nach 1:22:23 Stunden mit fast sechs Minuten Vorsprung vor Luca Pulfer und Luis Schnuer.

Prominente Staffel muss aufgeben

Ohne Finish blieb die prominent besetzte Staffel mit Masters-Schwimmer Stefano Razeto, dem zweimaligen Ironman-Weltmeister Normann Stadler und dem zweimaligen Olympiasieger der Nordischen Kombination Vinzenz Geiger. Stadler musste das Rennen nach etwas mehr als 40 Radkilometern wegen anhaltender Wadenprobleme beenden. Geiger kam dadurch nicht mehr zum Einsatz.

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Gernot Poerner
Athlet des Tages

Gernot Poerner

Triathlon Club Merseburg e.V.
Trainer: selbst
49 Jahre
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Jan Luca Grüneberg
Jan Luca Grüneberg
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.

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