Es klingt beinahe unglaublich: Mika Noodt ist beim Ironman 70.3 Swansea auf der Radstrecke mit einem Rettungswagen kollidiert. Der Crash bedeutete das Aus für den bis dahin Führende und wirft Fragen auf.
Erschreckende Bilder und bitteres Aus für Mika Noodt beim Ironman 70.3 Swansea. In Führung liegend stürzte der 25-Jährige in der zweiten Disziplin. Der Unfall selbst war im Livestream des Veranstalters nicht zu sehen. Die Bilder zeigten erst, wie Noodt mit deutlichen Abschürfungen und offenbar blutenden Wunden an Rücken, Knien und Händen am Streckenrand stand. Der Aero-Auflieger seines Fahrrads, das auf der gegenüberliegenden Seite am Straßenrand lag, war vom restlichen Cockpit abgerissen. Ein Hinweis darauf, wie schwer der Sturz gewesen sein muss. Wie aber war es dazu gekommen?
Crash mit einem Rettungswagen
Nach Informationen von tri-mag.de hatte der 25-Jährige nach rund 2:20 Stunden Rennzeit, circa zehn Kilometer vor der zweiten Wechselzone, einen Unfall mit einem sich auf der Strecke befindenden Rettungswagen. Mika Noodt soll mit circa 65 Kilometern pro Stunde auf einem abschüssigen Streckenabschnitt unterwegs gewesen sein, als er plötzlich den Rettungswagen auf der Strecke bemerkte. Der Deutsche konnte einen Frontalcrash offenbar im letzten Moment verhindern, krachte aber in die Seite des Rettungswagens.
Die vorerst gute Nachricht: Mika Noodt war nach dem Unfall ansprechbar und in der Lage, selbstständig zu gehen. In seiner Instagram-Story zeigte er ein Foto aus einem Rettungswagen mit dem Hinweis „He’s okay“, also: „Ihm geht es gut.“ Vor dem Rennen hatte er erwähnt, dass der Radkurs nicht ohne Risiko sei. Derzeit wird er im Krankenhaus eingehend untersucht. Warum Noodt das Fahrzeug so spät sah und warum sich der Rettungswagen überhaupt auf der Strecke befand, ist bisher nicht bekannt.
Jenny Jendryschik beste Deutsche
Das Rennen gewann derweil der Brite Harry Palmer in 3:50:27 Stunden vor Kieran Lindars (Großbritannien, 3:51:12 Stunden) und dem Belgier Joan Driesen (3:53:40 Stunden). Der Deutsche Ruben Zepuntke wurde in 4:02:47 Stunden 13. Bei den Frauen triumphierte die Britin Lizzie Rayner in 4:23:56 Stunden vor der Französin Anne-Sophie Pierre (4:24:11 Stunden) und der Polin Marta Lakonik (4:24:54 Stunden). Jenny Jendryschik landete als beste Deutsche auf Rang sechs (4:30:13 Stunden). Johanna Ahrens kam gerade noch in die Top Ten (4:35:21 Stunden).
Die kompletten Ergebnisse erscheinen in Kürze.