Die Zukunft des Ironman Hamburg ist aus Sicht der Politik nicht gefährdet – trotz der Metallsplitter-Attacke auf das diesjährige Rennen Anfang Juni. Wir haben mit dem Innensenator Andy Grote gesprochen.

Am Wochenende findet in Hamburg eines der größten Triathlonspektakel der Welt statt – als ein Standort der World Triathlon Championship Series (WTCS), im kommenden Jahr sogar als Finale der dann neuen Triathlon World Tour mit der Weltmeisterschaft für Profis und Agegrouper. Hamburgs jährlicher Kurztriathlon ist nicht nur ein sportliches Highlight der Stadt, sondern auch ein wichtiger Bestandteil ihrer Identität. In einem Interview mit tri-mag.de (in voller Länge hier auf Youtube) spricht Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) über die Bedeutung dieses Ereignisses, die Herausforderungen, die bei der Ausrichtung eines solchen Events auftreten können, und wie die Stadt mit Rückschlägen umgeht.
Eine Bühne für den Sport
Der Hamburger Triathlon ist mehr als ein lokales Ereignis: Er lockt Athletinnen und Athleten aus aller Welt an und bietet der Stadt eine internationale Plattform. „Es ist ein absoluter Höhepunkt in unserem Sportprogramm,“ betont Grote. Hamburg bietet mit beeindruckenden Kulissen der City und dem Rathausmarkt eine einzigartige Bühne für Sportveranstaltungen. Diese Veranstaltungen sind nicht nur Schauplatz von Höchstleistungen der Weltelite, sondern bringen auch ein Gemeinschaftsgefühl, indem sie den Sport sowohl für Kinder als auch erwachsene Massen zugänglich machen.
Der Weg zur Weltmeisterschaft
Nach mehreren gescheiterten Bewerbungen um die Olympischen Spiele hat Hamburg stets einen positiven Impuls für den Sport gezogen, erklärt Grote. Die „Active City“-Strategie, die im Rahmen des olympischen Traums entstand, steht im Mittelpunkt dieser Bemühungen. Grote beschreibt, wie Rückschläge in der Vergangenheit zu einer stärkeren Betonung von Sport und Bewegung im Alltagsleben der Hamburgerinnen und Hamburger führten. „Wir wissen, dass uns das zu einer besseren Gesellschaft mit mehr Zusammenhalt und höherer Lebensqualität macht,“ sagt Grote. Die Stadt bleibt ehrgeizig, neue Ziele zu setzen und die Active-City-Strategie weiter voranzutreiben.
Ein dunkler Schatten: Die Splitterattacke beim Ironman
Ein dunkler Schatten lag jedoch auf einem der Triathlon-Events – dem Ironman, als Metallsplitter auf den Straßen gefunden wurden, was die Sicherheit der Athletinnen und Athleten gefährdete und zu zahlreichen Rennabbrüchen führte. „Wir gehen davon aus, dass das aus dem örtlichen Kontext heraus passiert ist,“ erklärt Grote. Er verweist darauf, dass zahlreiche Athleten die Strecken regelmäßig nutzen, was zu lokalem Unmut geführt haben könnte. Doch unabhängig der möglichen Gründe gibt Grote zu, dass „sämtliche rote Linien überschritten“ wurden. Zum Stand der Ermittlungen durch den Staatsschutz wollte sich Grote auf Anfrage nicht äußern.
Ausblick: Ein gemeinschaftliches Ziel
Trotz dieser Vorfälle bleibt die Stadt entschlossen, die Veranstaltung sicher und erfolgreich fortzuführen. „Alle Beteiligten sind sich klar, wir wollen das wieder hier machen,“ versichert Grote. Die Stadt zieht alle Register, um Gespräche zu führen und das Konfliktpotenzial zu minimieren.











