Ironman-Weltmeisterin ist sie 2024 in Nizza geworden. Und doch fehlt eine „Kleinigkeit“, um die Erfolgskarriere von Laura Philipp perfekt zu machen. Richtig, die Krone von Kona! Was die Heidelbergerin vorhat auf Hawaii, wie sie ihre Siegchancen einschätzt und warum sie sich wohler fühlt, diesmal nicht als Titelverteidigerin an den Start zu gehen, verrät sie im Gespräch.
„Laura Philipp erlebte als WM-Vierte ein extrem starkes Hawaii-Debüt, das Lust auf mehr macht.“ Das attestierten wir Deutschlands aktuellem Topstar auf der Langdistanz in der Hawaii-Spezialausgabe von triathlon im Herbst 2019. Seitdem pflastern Erfolge und Titel den Weg von Laura Philipp, hier die wichtigsten: Sie wurde dreimal Ironman-Europameisterin (2021, 2022, 2025), darunter der Sieg im ikonischen Rennen im Vorjahr in Hamburg, als sie die Weltbestzeit um 35 Sekunden verpasste, nur 3:13 Minuten über der magischen 8-Stunden-Marke blieb (8:03:13 Stunden) und die weltweit schnellste Marathonzeit der Langdistanz aufstellte (2:38:27 Stunden). Sie gewann die Challenge Roth (2025). Der Höhepunkt ihrer Karriere war sicherlich der Triumph bei der Ironman-WM in Nizza 2024.
Fast alles erreicht
Damit hat die 39-Jährige aus Baden-Württemberg alles erreicht. Fast alles. Denn es fehlt das i-Tüpfelchen, das ihre Karriere möglicherweise perfekt machen könnte: ein WM-Sieg beim Ironman Hawaii, dem Mythos der Langdistanz. Seit ihrem Debüt startete sie viermal auf Big Island, wurde zweimal Vierte (2019, 2022) und stand zweimal als Drittplatzierte auf dem Podium (2023, 2025). Am 10. Oktober geht Laura Philipp nicht als absolute Topfavoritin an den Start. Doch genau diese Rolle behagt ihr mehr als die der Gejagten im Vorjahr.
Laura, wie fit wirst du auf Hawaii an der Startlinie stehen, nachdem die Saison gesundheitlich mit einer Bauchspeicheldrüsen-Reizung alles andere als optimal verlaufen ist?
Das ist eine sehr gute Frage, auf die ich die finale Antwort wohl erst im Rennen bekommen werde. Was ich jedoch sagen kann, ist, dass ich die Wochen an Training, die ich durch meine Rennabsage in Roth bekommen habe, bestmöglich genutzt habe, um zu alter Stärke zurückzufinden. Das ist zumindest die Basis für ein bestmögliches Ergebnis auf Hawaii.
Wo ordnest du dich selbst ein?