NEU! triathlon-News Ausgabe vom 10. Oktober, 12:01 Uhr · 0:46 Min · Kurzfassung

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Lionel Sanders: Wird 2026 sein letztes Jahr im Triathlon?

Lionel Sanders blickt selbstreflektiert auf die neue Saison. Zwischen Ambition, Zweifel und klarer Zielsetzung bekommt dieses Wettkampfjahr für den Kanadier eine besondere Bedeutung.

Getty Images for IRONMAN

Lionel Sanders blickt mit einer Mischung aus Selbstreflexion und Zuversicht auf die kommende Saison. In einem aktuellen Video beschreibt der Kanadier seine Herangehensweise mit den Worten „Wrangling up the troops one last time“ – sinngemäß: die Truppen ein letztes Mal zusammenrufen.

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Der 37-Jährige stellt sich dabei grundlegende Fragen: Kann sein Körper noch einmal die Belastungen auf höchstem Niveau verkraften? Reicht es sportlich weiterhin für die absolute Weltspitze? Und ist der ganz große Titel noch realistisch? „Das klingt verrückt“, sagt Sanders selbst, „aber ich glaube, ich kann noch der Beste der Welt sein.“

Nähe zum WM-Titel als Referenz

Sanders war bei der Ironman-Weltmeisterschaft bereits zweimal Zweiter (2017 und 2022) und stand damit jeweils kurz vor dem größten Erfolg seiner Karriere. Für ihn ist diese Ausgangslage Beleg dafür, dass das Leistungsvermögen grundsätzlich vorhanden ist. Zugleich blickt er selbstkritisch auf Phasen zurück, in denen er hinter den eigenen Erwartungen blieb.

Die neue Saison versteht er daher als neuen Anlauf. Es gehe darum, noch einmal alle Ressourcen zu bündeln – körperlich und mental. Dabei betont Sanders, dass im modernen Langdistanztriathlon keine Einzeldisziplin mehr ausreiche, um ganz vorn zu landen. „Du kannst nicht nur gut schwimmen. Du kannst nicht nur gut Rad fahren. Du kannst nicht nur gut laufen“, so Sanders sinngemäß.

Vor diesem Hintergrund bewertet Sanders auch die aktuellen Entwicklungen im Reglement positiv. Eine Vergrößerung der Windschattenzone beim Radfahren erhöhe aus seiner Sicht den individuellen Leistungsanspruch und biete ihm bessere Chancen auf ein erfolgreiches Abschneiden.

Sportlich befindet sich Sanders nach eigener Aussage noch im Aufbau. Nach einer leichten Erkrankung arbeitet er sich schrittweise zurück in die volle Belastung. Der Saisonstart ist für das Frühjahr vorgesehen. Ob es tatsächlich seine letzte Saison wird, lässt Lionel Sanders offen. Explizit von einem Karriereende spricht er nicht. Dennoch deutet die Wortwahl „Wrangling up the troops one last time“ auf eine Phase hin, in der er seine sportliche Zukunft zumindest reflektiert.

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Jan Luca Grüneberg
Jan Luca Grüneberg
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.

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