Ticker vom Wochenende:
Saisonabschluss der Bundesliga, Weltcup in Tschechien, Saisonstart in Australien und Siege von Anne Haug und Anne Reischmann

Die Bundesliga startet zum Saisonabschluss noch einmal durch – und der Serienmeister triumphiert. Außerdem bestätigt Vincent Luis seine starke Form von der WM in Hamburg und in Australien machen die Lokalmatadoren den Sieg unter sich aus.

Einzelsiege für Hellwig und Meißner, Gesamtsieg für Buschhütten

Eine Saison fand in der 1. Triathlon-Bundesliga im Jahr 2020 aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie lange Zeit nicht statt. Nach einem virtuellen Zwift-Rennen und einem dezentralen Swim & Run, an denen zumindest ein Teil der Teams teilgenommen hatte, bildete der dritte und letzte Saisonwettkampf zum Abschluss noch einmal einen Höhepunkt. In Saarbrücken traten alle Mannschaften im direkten Duell bei einem realen Triathlon unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegeneinander an. Vor den Augen von Außenminister Heiko Maas, der als Ehrengast bei dem Rennen weilte, holte sich das Team Buschhütten sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen den Sieg. Die Einzelsiege gingen an Lena Meißner und Tim Hellwig (Team Saar).

Bei den Frauen gewann Buschhütten mit der minimalst möglichen Platzziffer (3) vor der SG Triathlon Witten (9) und Triathlon Potsdam (11). Drei der vier Einzelsiege gingen an den Serienmeister aus dem Siegerland. Diese holten Lena Meißner, Lina Völker und Neuzugang Nora Gmür. Den vierten Einzelsieg feierte Katharina Möller (Tübingen).

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In der Einzelwertung war Lena Meißner an ihrem Trainingsort über die verkürzte Sprintdistanz (650 m Schwimmen, 14 km Radfahren, 4,2 km Laufen) in 51:25 Minuten die schnellste Athletin, die gleich das erste Rennen des Tages gewann. Sie glänzte dabei mit der schnellsten Einzelzeit im Radfahren und im Laufen. Rang zwei in der Einzelwertung ging an Wittens Anabel Knoll (51:44), Platz drei an Möller (53:45). Die Ränge fünf und sechs holten mit Tanja Neubert (KTT 01) und Julia Bröcker (Potsdam) zwei junge deutsche Athletinnen.

Bei den Männern verliehen Johannes Vogel, Jonathan Zipf, Maximilian Sperl und der WM-Zwölfte von Hamburg, Lasse Lührs, der Buschhüttener Dominanz mit ihren Einzelsiegen Ausdruck. Mit Platzziffer vier setzte sich das Team vor dem Team Saar (12) und dem Team Neckarsulm (14) durch. Der ehemalige Junioren-Vize-Weltmeister Zipf sagte: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Sieg und dem Beitrag für den Teamerfolg. Ich werde am Ende dieser Saison meine Profikarriere beenden und mich anderen Aufgaben widmen.“

Die Einzelwertung entschied Tim Hellwig in 45:28 Minuten für sich. „Mein Rennen war sehr gut. Ich bin zufrieden, dass ich meine Chance am Berg auf der Laufstrecke genutzt habe“, sagte Hellwig, der schon vergangene Woche mit Rang 17 bei der WM überzeugt hatte und sich im ersten Lauf der Männer in Saarbrücken auf der Laufstrecke von Justus Nieschlag absetzte. Nieschlag gelang in 45:28 Minuten die zweitbeste Zeit des Tages. In der Einzelwertung folgten Lührs (46:22) und Vogel (46:52).

Aufgrund der vielen Rennabsagen in der abgelaufenen Saison hat der Bundesliga-Ausschuss der Deutschen Triathlon Union beschlossen, 2020 keine Saisonwertung durchzuführen und keinen Mannschaftsmeister zu küren. Es wird auch keine Auf- und Absteiger geben.

ITU Media | Janos Schmidt Gut eine Woche nach seinem Sieg bei der Kurzdistanz-WM in Hamburg gewinnt Vincent Luis auch den ITU-Weltcup in Tschechien.

Vincent Luis bei ITU-Weltcup in Tschechien erneut vor Vasco Vilaca

Vor rund einer Woche sicherte sich Vincent Luis in Hamburg den ITU-Weltmeistertitel im Einzel und mit der französischen Mannschaft über die Sprintdistanz. Vergangenes Wochenende gewann der 31-Jährige im tschechischen Karlovy Vary den ITU-Weltcup über die olympische Distanz. Nach 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und zehn Kilometern Laufen erreichte Luis in 1:52:14 Stunde das Ziel und landete wie schon in Hamburg vor dem Portugiesen Vasco Vilaca (1:52:20). Dritter wurde der Belgier Jelle Geens in 1:52:34 Stunde, vor Richard Murray aus Südafrika (1:52:54) und dem Ungarn Bence Bicsák (1:53:06). Jonas Breinlinger landete als bester Deutscher auf Rang acht (1:53:43), Jonas Schomburg kam auf Position elf ins Ziel (1:54:13).

Luis hatte bereits während des Schwimmens in der Spitzengruppe mitgemischt und war mit Vilaca und Breinlinger nach einem Sturz der Konkurrenz auf dem Fahrrad als Erster auf die Laufstrecke gewechselt. Dort hielt er (31:28 Minuten) den Portugiesen (31:35) und die weitere Konkurrenz letztlich auf Distanz, während Breinlinger mit einer Laufzeit von 32:59 Minuten zurückfiel.

Nicht ins Ziel kam derweil der Norweger Kristian Blummenfelt, der mit einer Lebensmittelvergiftung angetreten war, allerdings auf der letzten Radrunde ausstieg. Landsmann Gustav Iden war aufgrund einer Lebensmittelvergiftung gar nicht erst gestartet.

Bei den Frauen gewann unterdessen Flora Duffy von den Bermudas, die die Konkurrenz in 2:05:17 Stunden hinter sich gelassen hatte. Die Britin Georgia Taylor-Brown folgte auf Rang zwei (2:06:54), vor der Niederländerin Maya Kingma (2:07:07). Auf Rang vier folgte die Britin Jessica Learmonth (2:07:50), Fünfte wurde die Brasilianerin Djenyfer Arnold (2:07:55). Beste Deutsche wurde die WM-Dritte von Hamburg, Laura Lindemann, auf Rang sechs in 2:08:32 Stunden. Lisa Tertsch wurde Zehnte (2:09:02).

Watkinson und Royle gewinnen Ironman 70.3 Sunshine Coast

Im australischen Mooloolaba gingen am vergangenen Wochenende beim Ironman 70.3 Sunshine Coast vornehmlich einheimische Athleten an den Start. So siegte Lokalmatadorin Amelia Watkinson nach 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und einem Halbmarathon in 4:10:13 Stunden vor Sarah Crowley (4:13:30 Stunden) und Ashleigh Gentle (4:14:41). Das Wetter indes führte den Ortsnamen ad absurdum: Die 90 Kilometer auf dem Rad waren geprägt von Regenfällen. Bei den Männern sicherte sich der Australier Aaron Royle in 3:45:14 Stunden den Sieg. Auf dem Podium landeten außerdem seine Landsmänner Max Neumann (3:46:02 Stunden) und Josh Amberger (3:50:32).

Anne Haug gewinnt Mitteldistanz in Frankreich

Anne Haug wurde am Samstag ihrer Favoritinnenrolle gerecht. Beim „Triath’Long de la Côte de Beauté“, einer Mitteldistanz im Südwesten Frankreichs, gewann die Ironman-Weltmeisterin in 4:17:07 Stunden. Damit hatte sie knapp eine halbe Stunde Vorsprung vor der Zweitplatzierten Justine Mathieux, die das Ziel nach 4:45:15 Stunden erreichte. Platz drei ging an Julie Le Colleter (4:57:23 Stunden). Mit 2:28:22 fuhr Haug den schnellsten Radsplit und ließ beim abschließenden Halbmarathon in 1:20:40 Stunden alle Athleten, inklusive des kompletten Männerfeldes, hinter sich. Bei den Männern gewann Clement Mignon in 4:00:22 Stunden vor seinen Landsmännern Kevin Rundstadler (4:05:26 Stunden) und Antoine Mechin (4:07:56 Stunden).

Sieg für Anne Reischmann in der Schweiz

Einen weiteren deutschen Sieg in einem europäischen Nachbarland gab es für Anne Reischmann bei Aarau Triathlon in der Schweiz. Reischmann gewann die Sprintdistanz in 59:29 Minuten deutlich vor den Schweizerinnen Daniela Schwarz (1:04:13 Stunden) und Sara Baumann (1:04:19 Stunden). Bei den Männern gewann Fabian Dutli in genau 55 Minuten vor Benjamin Ueltschi (55:55 Minuten) und Sven Thalmann 56:44 Minuten).

Saisonende mit Paratriathlon-Staatsmeisterschaft

Insgesamt mehr als 100 Athleten haben am Sonntag in St. Pölten beim „Fittest City Triathlon“ ihre Saison beendet. Neben einem Jedermann-Rennen für Einsteiger wurde außerdem eine Sprintdistanz mit 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen angeboten. In diesem Rahmen wurden in einem separaten Rennen die österreichischen Staatsmeister im Paratriathlon ermittelt. Gewertet wurden, je nach Art und Ausprägung der Einschränkung, die vier unterschiedlichen Startklassen PTS 3, PTS 4, PTS 5 und PTWC 5. Somit konnten sich vier Athleten über den Titel des Staatsmeisters freuen. Andreas Janisch gewann in 1:36:27 Stunden die Klasse PTS 3 (erhebliche Bewegungseinschränkung), Martin Falch siegte in der PTS 4 (mäßige Bewegungseinschränkung) mit 1:15:28 Stunden, Günther Matzinger setzte sich mit 59:49 Minuten in der PTS 5 (leichte Bewegungseinschränkungen) durch und Florian Brungraber erreichte in der PTWC 2 mit dem Handbike und Rennrollstuhl die schnellste Zeit des Tages (57:25 Minuten).

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