12 Meter waren nie unfair, sie waren die Regel. Mit 20 Metern verschiebt sich nicht die Moral, aber die Dynamik: weniger Windschatten, mehr echte Solo-Leistung, mehr Mut zur Attacke.Eine Einordnung.
Frank Wechsel / spomedis Windschattenfahren wie beim Sub7/8-Projekt sieht man meist nur bei Agegroupern.
Die Umstellung der Drafting-Zone auf 20 Meter für Profis ist ein richtiger Schritt. Aber nicht, weil damit plötzlich „Fairness“ hergestellt würde. Fair war auch das System davor, solange die Regeln klar waren: Zwölf Meter waren erlaubt, also fährt man als Profi bis an das Zwölf-Meter-Fenster heran. Punkt. Wer glaubt, man könne im Profisport großzügig „etwas liegen lassen“, versteht nicht, wie dieses Business funktioniert. Auf dem Rad wird bis ins kleinste Detail optimiert: Position, Reifen, Druck, Ernährung, Linienwahl und eben auch der Abstand im Rahmen der Regeln. Wenn zwölf Meter die Leitplanke sind, dann bewegt man sich eben an dieser Leitplanke, weil alles andere im Zweifel ein Geschenk an die Konkurrenz ist.
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Die neue Regel ist keine Moralfrage, sondern eine Systemanpassung
Genau deshalb ist die 20-Meter-Regel nicht die moralische Korrektur eines „unfairen“ Zustands, sondern eine sportpolitische Weichenstellung: Sie verändert, wie stark Windschatteneffekte das Rennen prägen. Der Nutzen, den man im legalen Bereich mitnimmt, wird kleiner, und das ist der eigentliche Punkt. Nicht, dass vorher jemand „betrogen“ hätte, sondern dass die Dynamik des Radfahrens im Langdistanz-Triathlon zuletzt immer stärker in Richtung Gruppeneffekt gedrückt wurde. Schnelleres Material, höhere Felddichte, höhere Geschwindigkeiten: In der Praxis konnte ein Feld trotz Regelkonformität mit zwölf Metern Abstand mehr vom Windschatteneffekt profitieren, als viele es im Langstreckentriathlon wollen.
Wird es langweiliger?
Die Sorge, das würde den Sport langweilig machen, wirkt dabei fast wie eine Reaktion aus der alten Denke. Doch sie ist unbegründet: Wenn der Windschatten weniger „trägt“, wird das Rennen menschlicher. Und menschlich heißt nicht „schlechter“, sondern sichtbar härter. Mehr echte Attacken, mehr Mut, mehr Risiko und ja, hoffentlich auch mehr Einbrüche. Genau diese Momente haben Ironman groß gemacht. Nicht das klinische Abarbeiten, sondern der individuelle Preis, den man zahlt,
Die Sorge, das würde den Sport langweilig machen, wirkt dabei fast wie eine Reaktion aus der alten Denke. Doch sie ist unbegründet: Wenn der Windschatten weniger „trägt“, wird das Rennen menschlicher. Und menschlich heißt nicht „schlechter“, sondern sichtbar härter. Mehr echte Attacken, mehr Mut, mehr Risiko und ja, hoffentlich auch mehr Einbrüche. Genau diese Momente haben Ironman groß gemacht. Nicht das klinische Abarbeiten, sondern der individuelle Preis, den man zahlt,
Die Sorge, das würde den Sport langweilig machen, wirkt dabei fast wie eine Reaktion aus der alten Denke. Doch sie ist unbegründet: Wenn der Windschatten weniger „trägt“, wird das Rennen menschlicher. Und menschlich heißt nicht „schlechter“, sondern sichtbar härter. Mehr echte Attacken, mehr Mut, mehr Risiko und ja, hoffentlich auch mehr Einbrüche. Genau diese Momente haben Ironman groß gemacht. Nicht das klinische Abarbeiten, sondern der individuelle Preis, den man zahlt,
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Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.
Ironman passt ab 2026 die Draft-Regelung im Profifeld an und erhöht den Abstand auf 20 Meter. Auch die Challenge Roth geht diesen Weg und testet die Maßnahme 2026 – gestützt auf Daten, Athletenfeedback und steigende Renngeschwindigkeiten.
Ironman führt in Zusammenarbeit mit RaceRanger und Aerodynamik-Experten derzeit Tests durch, um die Effekte verschiedener Windschattenzonen zu erfassen. Aus der 12-Meter-Regel könnte bald eine 16- oder 20-Meter-Regel werden.
Nach 66 Stunden stand fest: Die Premiere des Backyardman hatte keinen Sieger, sondern zwei Siegerinnen. Jessica Ittner und Hanna Schramm bestimmen das neue Rennformat in Zellingen.
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