Triathlon gibt uns die Chance, über uns hinauszuwachsen. Und diese Gelegenheit sollten wir ergreifen. Ein Plädoyer für das Verschieben von Grenzen.

Warum tust du dir das an? Diese Frage wurde bestimmt jedem von uns schon mal gestellt. Aus einem verständnislosen Umfeld, von Partnern und Freunden, die es ehrlich gut mit uns meinen, und nicht zuletzt von uns selbst. Und die Frage ist überaus berechtigt, denn es geht um unser ganz persönliches „Why“, nach dem bei der Ironman-Anmeldung immer gefragt wird. Der Grund dafür, dass wir uns schinden. Uns Herausforderungen stellen, bei denen die Chance des Scheiterns real ist. Uns Ziele setzen, die wir unbedingt erreichen wollen.
Warum tust du dir das an? Man könnte auch sagen: Warum nimmst du an Triathlonwettkämpfen teil? Und stumm mitgedacht: Warum trainierst du mitunter so hart, dass es von außen wie Quälerei erscheint? Simple Fragen, die uns ständig selbst, aber auch die Wissenschaft seit Jahrzehnten beschäftigen. Es gibt zahlreiche Studien zum „Why“ von Triathleten. Zwar unterscheiden sich ambitionierte Kurzdistanzler (eher sozial motiviert) in Details von Langdistanzathleten (Wunsch nach persönlicher Verbesserung), aber hinsichtlich der Motivation lässt sich vieles übergreifend herausarbeiten. Die besonders häufig anzutreffenden Motive sind: Selbstüberwindung, Prüfung der mentalen Stärke, persönliche Transformation, das Erleben von Flow- und Grenzerfahrung sowie die Gesundheitsoptimierung. Frauen geben in Befragungen zudem häufiger als Männer die Liebe zum Sport, das Erleben von Gemeinschaft und die emotionale Entwicklung als Gründe an.











