Kristian Blummenfelt startet erstmals bei der Challenge Roth und geht als Top-Favorit ins Rennen. Vorjahressieger Sam Laidlow, Hawaii-Sieger Patrick Lange, Jonas Schomburg und Langdistanzdebütant Rico Bogen könnten dem Norweger den Triumph jedoch streitig machen.
Am Sonntag trifft bei der Challenge Roth ein kompaktes, aber hochkarätiges Männerfeld aufeinander: Titelverteidiger Sam Laidlow bekommt es mit Olympiasieger und Ironman-Weltmeister Kristian Blummenfelt, dem dreimaligen Hawaii-Sieger Patrick Lange und mehreren deutschen Athleten zu tun, die das Rennen von Beginn an offensiv gestalten können. Eine der zentralen taktischen Fragen: Wie viel Zeit können Laidlow, Jonas Schomburg und Rico Bogen bis zum zweiten Wechsel auf Blummenfelt herausfahren? Alle drei gehören zu den besten Schwimmern und Radfahrern des Feldes. Sie haben dasselbe Interesse, den Norweger nicht in unmittelbarer Nähe mit auf den Marathon zu nehmen.
Blummenfelt geht dennoch als Top-Favorit ins Rennen. Der Norweger gewann 2026 bereits die Ironman-70.3-Rennen in Geelong und Oceanside sowie den Ironman Texas. Dort absolvierte er den Marathon nach einer Radzeit von 3:57:46 Stunden in 2:30:47 Stunden und gewann nach 7:21:24 Stunden. Das unterstreicht, weshalb Blummenfelt als der Mann gilt, den es zu schlagen gilt. Seine mögliche Schwäche liegt in der ersten Disziplin. Mit Laidlow, Schomburg und Bogen trifft er auf drei Athleten, die das Schwimmen aggressiv gestalten können. Ein Rückstand nach 3,8 Kilometern wäre keine Überraschung. Entscheidend ist jedoch weniger, ob Blummenfelt Zeit verliert, sondern wie groß diese Lücke ausfällt und welche Athleten sich in seiner Gruppe befinden.