Die perfekte Taper-Woche entscheidet, ob du frisch und fokussiert am Start stehst. So trainierst, isst und planst du die letzten Tage vor deinem Höhepunkt optimal.

Am Sonntag, 5. Juli 2026, steht die Challenge Roth an. Die Rennwoche läuft bereits ab Donnerstag mit Registrierung, Briefings und Rahmenprogramm, spätestens dann wird aus monatelanger Vorbereitung konkrete Startspannung. Ab hier entscheidet nicht mehr das große Training über den Renntag, sondern die Kunst, nichts mehr kaputtzumachen und gleichzeitig alles Notwendige sauber abzuhaken.
Weniger trainieren, aber nicht komplett abschalten
Tapering bedeutet nicht, die Beine eine Woche lang hochzulegen. Es geht darum, die Ermüdung zu reduzieren, ohne den Körper träge werden zu lassen. Der Umfang sinkt deutlich, die Intensität bleibt in kleinen Dosen erhalten. Wer in Roth startet, sollte in der Rennwoche keine Fitness mehr aufbauen wollen. Das ist der wichtigste Gedanke. Alles, was jetzt noch sehr hart, sehr lang oder sehr neu ist, bringt mehr Risiko als Nutzen.
In der Praxis heißt das: kurze Einheiten, klare Struktur, wenige Reize. Ein lockerer Lauf mit ein paar Steigerungen, eine kurze Radausfahrt mit zwei bis drei Abschnitten im geplanten Wettkampftempo, ein ruhiges Schwimmen mit etwas Technik und ein paar zügigen Zügen reichen völlig. Der Körper soll erinnert werden, was am Sonntag gefragt ist. Er soll aber nicht mehr beweisen müssen, dass er es kann.
Viele Athleten machen in der Taper-Woche den Fehler, jede kleine Müdigkeit kontrollieren zu wollen. Sie testen noch einmal die Form, fahren noch einmal den Druck auf dem Rad oder laufen eine kurze Einheit zu schnell, weil sich die Beine plötzlich gut anfühlen. Genau darin liegt die Falle. Gute Beine in der Rennwoche sind kein Startsignal für Extraarbeit, sondern ein Zeichen dafür, dass der Plan funktioniert.










