Nur acht Tage nach ihrem Ironman-70.3-WM-Titel ist Taylor Knibb bei der Rad-WM in Montreal im Einzelzeitfahren an den Start gegangen. Und konnte unter den Spezialistinnen für eine kleine Überraschung sorgen.
Taylor Knibb hat bei der Straßenrad-WM in Montreal für Aufmerksamkeit gesorgt. Nur eine Woche nach ihrem vierten Ironman-70.3-WM-Titel. Die US-Amerikanerin belegte im Einzelzeitfahren über 39,9 Kilometer Rang 13 und hielt damit auch gegen die Spezialistinnen aus dem Radsport stark mit.
Knibb benötigte 52:43 Minuten (Ø 45,57 Km/h) und hatte damit 2:19 Minuten Rückstand auf Siegerin Marlen Reusser. Die Schweizerin verteidigte in 50:24 Minuten ihren WM-Titel. Silber ging mit 40 Sekunden Rückstand an Zoe Bäckstedt aus Großbritannien, die Deutsche Franziska Koch sicherte sich weitere fünf Sekunden dahinter Bronze.
Knibb setzt früh die Bestzeit
Knibb ging als 18. von insgesamt 47 Starterinnen auf die Strecke und setzte zunächst die Richtzeit. An der ersten Zwischenzeit lag sie 16 Sekunden vor den bis dahin gestarteten Konkurrentinnen, auch im Ziel übernahm sie vorläufig die Führung, fiel anschließend jedoch aus der Top Ten heraus. Dabei besonders bemerkenswert: Knibb war mit deutlichem Abstand die beste US-Amerikanerin. So distanzierte sie die Olympiasiegerin im Straßenrennen und der Mannschaftsverfolgung, Kristen Faulkner, um 1:22 Minuten.
Von Montreal geht es für Taylor Knibb nun nahezu direkt weiter nach Hawaii. In knapp drei Wochen findet auf Big Island die Ironman-Weltmeisterschaft statt. Die amtierende Ironman-70.3-Weltmeisterin gilt auch in diesem Jahr zu den großen Favoritinnen auf den Titel.