Mit einer positiven Abstimmung über eine Ironman-Veranstaltung in Herrsching hat der Gemeinderat ein Zeichen gesetzt: Die Machbarkeit eines solchen Events soll laut Starnberger Merkur weiter geprüft werden. Für die Finanzierung gibt es klare Vorgaben.

Die Pläne für einen neuen Ironman in Süddeutschland werden offenbar konkreter. Wie der Starnberger Merkur berichtet, hat der Gemeinderat von Herrsching am Ammersee (Landkreis Starnberg) mit 14:10 Stimmen beschlossen, die Machbarkeit einer internationalen Ironman-Veranstaltung weiter prüfen zu lassen. Damit ist zwar noch keine endgültige Entscheidung gefallen, doch das Projekt hat eine wichtige politische Hürde genommen.
Rennformat noch offen
Laut merkur.de prüft die Ironman Group gemeinsam mit den Verantwortlichen im Landkreis Starnberg die Austragung eines neuen Rennens ab dem Jahr 2028. Hintergrund ist das Bestreben des Veranstalters, neben den etablierten Veranstaltungen in Hamburg und Frankfurt einen weiteren Standort im Süden Deutschlands aufzubauen. Noch offen sei, welches Rennformat letztlich ausgetragen werden soll. Sowohl eine Langdistanz mit 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen als auch ein Ironman 70.3 (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21,0975 Kilometer Laufen) werden derzeit geprüft. Ebenso gibt es noch keine endgültige Aussage zur Teilnehmerzahl. Je nach Konzept rechnen die Verantwortlichen mit zunächst 800 bis 1.000 Startern. Es wären aber auch Felder von bis zu 3.500 Athletinnen und Athleten denkbar.
Herrsching gelte aktuell als bevorzugter Veranstaltungsort. Ausschlaggebend sei die Möglichkeit, direkt am See ausreichend große Wechselzonen einzurichten. Nach den bisherigen Planungen würde die Schwimmstrecke in der Herrschinger Bucht stattfinden. Die Radstrecke solle durch den Landkreis Starnberg führen, während der Marathon entlang des Ammersee-Ostufers verlaufen würde.
Unverbindliche Absichtserklärung
Wie merkur.de schreibt, ermächtigte der Gemeinderat mit dem aktuellen Beschluss Bürgermeister Christian Schiller außerdem, eine unverbindliche Absichtserklärung gegenüber der Ironman Group abzugeben. Diese dient jedoch ausschließlich der Fortsetzung der Gespräche. Sowohl die Gemeinde als auch die Ironman Group betonten ausdrücklich, dass noch keine Entscheidung über eine Austragung getroffen wurde. Auf einer Besprechung aller Bürgermeister des Landkreises am 28. Juli soll das Vorhaben gemeinsam weiter beraten werden. Bereits zuvor hatte sich die Gesellschafterversammlung der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Tourismus (gwt) einstimmig dafür ausgesprochen, die Prüfungen fortzusetzen.
Klare Vorgaben bei der Finanzierung
Auch die Finanzierung stehe unter klaren Vorgaben. Nach aktuellem Stand solle der von der Ironman Group erwartete regionale Beitrag von rund 250.000 bis 300.000 Euro nicht aus kommunalen Haushalten finanziert werden. Stattdessen setzten die Beteiligten auf Sponsoren, Sach- und Dienstleistungen, ehrenamtliches Engagement sowie die Bereitstellung kommunaler Flächen.











