So offen war die Frage um den WM-Sieg auf Hawaii selten. Lucy Charles-Barclay und Taylor Knibb können das Rennen früh an sich reißen, doch Titelverteidigerin Solveig Løvseth, Laura Philipp, Katrina Matthews und Julie Derron bringen beste Voraussetzungen für eine Aufholjagd mit. Wir blicken auf die entscheidenden Rennszenarien im Kampf um die Kona-Krone.
Frank Wechsel / spomedis Schafft Solveig Løvseth wieder den großen Coup auf Hawaii?
Dramatischer geht es kaum: Im vergangenen Jahr schien das Frauenrennen auf Hawaii längst entschieden. Zwei Athletinnen hatten sich an der Spitze abgesetzt, um den Ironman-WM-Titel unter sich auszumachen. Lucy Charles-Barclay und Taylor Knibb setzten sich auf dem Rad gegenseitig unter Druck und trugen den direkten Schlagabtausch bis in den Marathon. Keine wollte nachgeben, keine den Titel durch taktische Zurückhaltung aus der Hand geben. Beide setzten alles auf eine Karte – und das Rennen nahm eine Wendung, die auf Hawaii permanent als Gefahr über dem Wettkampf schwebt: Erst stieg Charles-Barclay im Energy Lab entkräftet aus, später beendete Knibb in Führung liegend das Rennen bei Kilometer 40 ebenfalls vorzeitig und völlig erschöpft. Zur Profiteurin des Zusammenbruchs wurde Solveig Løvseth. 35 Sekunden vor Katrina Matthews überquerte die Norwegerin bei ihrem Hawaii-Debüt schließlich die Ziellinie als Weltmeisterin.
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Kontrolliert oder risikobereit?
Ein Jahr später kündigt sich erneut ein Rennen an, bei dem der schmale Grat zwischen kontrolliertem Pacing und notwendiger Risikobereitschaft über den Ausgang entscheiden könnte. Die hohe Leistungsdichte zwingt die Favoritinnen zu mutigen Entscheidungen im Titelkampf. Mindestens ein halbes Dutzend Athletinnen bringt das Leistungsvermögen mit, auf dem Alii Drive zur Weltmeisterin gekrönt zu werden: Titelverteidigerin Solveig Løvseth, Lucy Charles-Barclay, Taylor Knibb, Katrina Matthews, Laura Philipp und Hawaii-Rookie Julie Derron. Doch ihre Wege zum Sieg unterscheiden sich grundlegend.
Charles-Barclay als Taktgeberin im Wasser
Lucy Charles-Barclay besitzt immer noch und immer wieder das Potenzial, die Renndynamik unmittelbar nach dem Startschuss in Eigenregie vorzugeben. 2025 kam sie nach 49:26 Minuten allein aus dem Wasser. Knibb folgte rund eineinhalb Minuten später, während Løvseth, Matthews und Laura Philipp gut sechs Minuten verloren. Für Charles-Barclay ist ein Vorsprung jedoch nur dann besonders wertvoll, wenn auch die Zusammensetzung der Gruppen hinter ihr stimmt. Eine kleine erste Verfolgergruppe kann auf
Lucy Charles-Barclay besitzt immer noch und immer wieder das Potenzial, die Renndynamik unmittelbar nach dem Startschuss in Eigenregie vorzugeben. 2025 kam sie nach 49:26 Minuten allein aus dem Wasser. Knibb folgte rund eineinhalb Minuten später, während Løvseth, Matthews und Laura Philipp gut sechs Minuten verloren. Für Charles-Barclay ist ein Vorsprung jedoch nur dann besonders wertvoll, wenn auch die Zusammensetzung der Gruppen hinter ihr stimmt. Eine kleine erste Verfolgergruppe kann auf
Lucy Charles-Barclay besitzt immer noch und immer wieder das Potenzial, die Renndynamik unmittelbar nach dem Startschuss in Eigenregie vorzugeben. 2025 kam sie nach 49:26 Minuten allein aus dem Wasser. Knibb folgte rund eineinhalb Minuten später, während Løvseth, Matthews und Laura Philipp gut sechs Minuten verloren. Für Charles-Barclay ist ein Vorsprung jedoch nur dann besonders wertvoll, wenn auch die Zusammensetzung der Gruppen hinter ihr stimmt. Eine kleine erste Verfolgergruppe kann auf
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Simon Müller ist selbst als ambitionierter Athlet unterwegs. 2022 wurde er Deutscher Meister auf der Kurzdistanz, 2019 qualifizierte sich bei seinem ersten Ironman in Mexiko mit einem AK-Sieg in 8:45 Stunden für den Ironman Hawaii. In seiner Brust schlägt neben dem Triathleten- auch ganz besonders ein Läuferherz. Simons Bestzeite über 10 Kilometer liegt bei unglaublichen 30:29 Minuten.
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