Nach sieben Jahren kämpfen Frauen und Männer endlich wieder am selben Tag auf Hawaii um die Ironman-WM-Titel. In der letzten „Carbon & Laktat“-Folge vor dem Rennen sortieren Nils Flieshardt und Jan Grüneberg direkt aus Kailua-Kona das Feld.

Die Rennwoche läuft, und das kleine Kailua-Kona platzt aus allen Nähten. „Diese Stadt wird quasi überrannt mit Triathleten und ihren Angehörigen“, berichtet Jan – Einheimische, die seit 30 oder 40 Jahren auf Big Island leben, sprechen vom jährlichen Ausnahmezustand. Zwei Traditionstermine haben die Woche eingeläutet: der Fun Run am Samstag und das Hoala Swim, das in diesem Jahr wegen der Gefahr durch Würfelquallen von 3,8 auf 1,9 Kilometer verkürzt wurde. Im Startbereich standen vorsorglich Fünf-Liter-Kanister mit Essig bereit – gebraucht wurden sie nicht, die gefürchteten Quallen blieben aus.
Sportlich lieferte das Trainingsschwimmen, das längst mit Rennhärte ausgetragen wird, erste Fingerzeige: Jamie Riddle gewann knapp vor Jonas Schomburg, auch Sam Laidlow, Martin Van Riel, Jan Stratmann, Frederic Funk und Wilhelm Hirsch mischten mit. Hirsch bestätigte den beiden Podcast-Hosts hinterher augenzwinkernd, eigentlich hätten alle vorher „ein bisschen Piano“ vereinbart – und natürlich wurde nicht Piano gemacht. Auffällig: Laidlow wirkte auf die Beobachter ungewohnt still und in sich gekehrt. Konzentration oder Warnsignal? Auch das eine Frage, die erst der Samstag beantwortet.
Frauen: Sechs Namen für einen Titel
Bei den Frauen sind sich Nils und Jan schnell einig: Der Kreis der echten Titelkandidatinnen umfasst sechs Namen – Taylor Knibb, Lucy Charles-Barclay, Laura Philipp, Kat Matthews, Titelverteidigerin Solveig Løvseth und Kona-Debütantin Julie Derron. „Mir fehlt die Fantasie, dass die Siegerin nicht aus diesem Kreis kommt“, sagt Nils sinngemäß. Wie er zu diesem Urteil kommt? Hör selbst in der aktuellen Episode von „Carbon & Laktat“ …
Männer: So viele Siegkandidaten wie nie
„Das wird die spannendste WM, die wir hier gesehen haben“ – so bringt es Nils auf den Punkt, wenn es um die Männer geht. Der Favoritenkreis sei größer als je zuvor, auch weil immer mehr Kurzdistanzstars wie Martin Van Riel, Jonas Schomburg oder Vincent Luis auf der Langdistanz sofort abliefern. Allen voran: Kristian Blummenfelt. Dem Olympiasieger und St.-George-Weltmeister fehlt einzig der Sieg auf Hawaii – „das einzige, was ihm in seiner Vita noch fehlt“, wie es im Podcast heißt. Doch im Podcast fallen noch viele weitere Namen. Und für jeden dieser Namen gibt es eine Begründung, die nicht an den Haaren herbeigezogen ist, sind sich Nils und Jan einig.
Festlegen müssen sie sich noch
Ganz ohne Tipps lassen die beiden ihre Hörer nicht ins Wochenende: In der täglichen Rennwochen-Show „Kona Daily“ auf dem YouTube-Kanal triathloninsider will sich das Team am Freitag festlegen – Top drei Männer, Top drei Frauen. Bis dahin gilt ihr ehrliches Fazit dieser Folge: Wer bei dieser WM behauptet, er wisse ganz genau, wie es ausgeht, der könne auch gleich die Lottozahlen vorhersagen.
Die ganze Folge mit allen Einschätzungen zu Favoritinnen, Darkhorses und Überraschungskandidaten gibt es bei Carbon & Laktat, dem Podcast von tri-mag.de und der Zeitschrift triathlon – jetzt überall hören, wo es Podcasts gibt.
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