Im vergangenen Jahr überraschte Tanja Neubert mit Platz drei bei der Ironman-70.3-WM. Beim Saisoneinstieg 2026 landete sie in der WTCS auf Rang neun. Wir blicken auf eine Schlüsseleinheit der Topläuferin aus ihrer Paradedisziplin.
2025 sorgte Tanja Neubert für eine der größten Überraschungen des Triathlonjahres: Platz drei bei der ersten Iroman-70.3-WM in ihrer Karriere. In Marbella musste sich die Kurzdistanz-Spezialistin dabei nur Lucy Charles-Barclay ud Taylor Knibb geschlagen geben. Dabei zeigte Neubert neben dem hervorragenden Gesamtpaket einmal mehr ihrer große Laufstärke. Drittschnellster Halbmarathon des Rennens in 1:18:16 Stunden, nachdem sie zuvor schon in der WM-Serie mehrere Top-5-Laufzeiten erzielte. Besonders beeindruckend: Im Frühjahr nahm Neubert es mit den Laufspezialistinnen auf und gewann Bronze bei den deutschen Meisterschaften im Halbmarathon mit einer Zeit von 1:11:40 Stunden. Auch in der WTCS gelang der 25-Jährigen ein großer Leistungssprung: Im chinesischen Weihai schaffte sie es als Dritte erstmals aufs Podium. Die weitere Rennen beendete sie äußerst konstant auf den Plätzen sechs, acht, neun, elf und zwölf.
Beim diesjährigen Auftakt der WM-Serie vor anderthalb Wochen schaffte es Neubert in Samarkand auf Position neun. Mit Blick auf den Saisonverlauf sind Neubert sowohl Top-5-Platzierungen in der WTCS zuzutrauen als auch Podiumsplatzierungen bei weiteren Ausflügen auf die Mitteldistanz. Für einen möglichen Start bei der Ironman-70.3-WM in Nizza wäre die WM-Dritte des Vorjahres erneut eine Kandidatin für die Medaillen. Für beide Rennformate liegt ein ganz wesentlicher Schlüssel im möglichst effektiven Ausspielen ihrer läuferischen Fähigkeiten. Der Blick auf die ausgewählte Schlüsseleinheit in ihrer Paradedisziplin vor dem Saisoneinstieg zeigt, dass Neubert sich im Laufen bereits auf einem Top-Niveau befindet.