Nach der bitteren Pille folgt die Kampfansage. Das T100-Rennen in San Francisco musste Mika Noodt absagen. Ein grippaler Infekt hatte ihn matt gesetzt. In Wales will er triumphieren – mit dem richtigen Mix aus Risikofreude und Sicherheit. Motivation hat er aus zwei legendären Rennen geschöpft.
Der Frust saß tief. Die Saisonplanung von Mika Noodt war darauf ausgelegt, topfit zum Rennen der T100 Triathlon World Tour Anfang Juni in San Francisco zu reisen – und dort ein ordentliches Wörtchen um den Sieg mitzureden. Es kam anders. Ein grippaler Infekt setzte Noodt matt. Länger als gedacht. Alle Planungen waren über den Haufen geworfen, eine Alternative musste her. Die lautet jetzt Ironman 70.3 Swansea. Nach der bitteren Pille folgt die Kampfansage: „Ich bin hier, um zu gewinnen“, sagt Noodt. Obwohl er noch immer nicht wieder bei 100 Prozent ist. Eine besondere Portion Motivation hat er dabei im Vorfeld aus zwei legendären Rennen gezogen.
Anhaltende Probleme nach dem Infekt
San Francisco jedenfalls ist abgehakt. „Wenn man so will, kann man sagen: Zum Glück hat es mich noch in Deutschland erwischt, sodass ich noch nicht rübergeflogen war“, sagt Mika Noodt. „Es war einfach ein blöder Zeitpunkt für die Krankheit. Und es hat sich leider hintenraus noch ein bisschen gezogen. Ich hatte erst Fieber, dann hatte ich noch lange mit dem Hals Probleme“, berichtet der 25-Jährige. Für ihn ein Grund, weiter auszusetzen, weil er genau in seinen Körper hineinhört. „Ich bin nicht der Typ, der hektisch schnell das nächste Rennen machen möchte. Ich wollte den Infekt komplett auskurieren.“