Post-Race-Blues nach der Langdistanz: Was aktuelle Studien über das emotionale Loch nach dem Rennen sagen und welche Strategien Sportpsychologen empfehlen.
Wochenlange Vorbereitung, ein durchgeplantes Leben, ein Ziel, das alles überstrahlt, doch dann: Zieleinlauf, Medaille, Applaus. Und plötzlich Leere. Das Phänomen hat einen Namen, es hat eine Wissenschaft, und es trifft weit mehr Athleten, als man denkt.
Der Moment nach dem Moment
Der Zieleinlauf in Roth, Frankfurt oder Hamburg ist ein Höhepunkt, auf den viele Athleten Monate, oft Jahre hingearbeitet haben. Die letzten Meter über den roten Teppich, die Umarmung mit der Familie, der Zieleinlauf-Schrei, die Medaille. Für einen Moment scheint sich alles zu vereinen: Anstrengung, Sinn, Freude.
Und dann kommt der Tag danach. Und der Tag nach dem Tag. Und irgendwann in der Woche darauf sitzt man auf der Couch, schaut auf den leeren Trainingskalender, spürt eine seltsame Leere und weiß nicht, warum. Der Körper regeneriert – aber der Kopf fühlt sich hohl an. Willkommen im Post-Race-Blues.
Was viele als persönliche Schwäche empfinden, ist ein weit verbreitetes und wissenschaftlich beschriebenes Phänomen. Und die aktuelle Forschung zeigt: Es lohnt sich, darüber zu reden.
Was das Phänomen ausmacht
Hot Topic: Jetzt abstimmen und diskutieren!
Als Mitglied von triathlon+ kannst du in unserem Community-Format mitdiskutieren. Die Leere nach deinem Zielwettkampf, hast du das Gefühl des Post-Race-Blues auch schon einmal erlebt? Wie bist du damit umgegangen?