Der Olympiasieger befindet sich aktuell in beeindruckender Lauf-Form. Erst 28:46 Minuten über zehn Kilometer in Pontevedra, eine Woche später 13:52 über fünf Kilometer in Rom.
Olympiasieger Alex Yee sorgt derzeit mit extrem schnellen Laufzeiten für Aufsehen. Vor einer Woche lief der Brite beim WM-Finale in Pontevedra die zehn Kilometer in 28:46 Minuten. Noch nie war ein Athlet über die klassische olympische Triathlondistanz nach 1,5 Kilometern Schwimmen und 40 Kilometern Radfahren schneller. Yee unterbot damit seinen eigenen Bestwert von 29:00 Minuten aus dem Olympia-Testevent 2023 in Paris. Seine 28:31 Minuten beim WTCS-Rennen in Cagliari 2023 werden wegen einer mutmaßlich zu kurzen Strecke nicht als vergleichbare Marke gewertet.
Nur sieben Tage später legte der 28-Jährige in Rom nach. Beim World Triathlon Cup absolvierte Yee am Samstag die abschließenden fünf Kilometer in 13:52 Minuten – ein Schnitt von 2:46 Minuten pro Kilometer. Der zweitbeste Läufer, Tristan Douché, benötigte 14:17 Minuten. Yee kam damit bis auf zwölf Sekunden an die Fabelzeit von Matthew Hauser heran. Die 13:40 Minuten, gelaufen in Hamburg vor zwei Jahren, gelten als bisher schnellste Marke über 5 Kilometer innerhalb eines Triathlons.
Anders als in Pontevedra, wo Yee trotz seiner famosen Laufzeit hinter Hauser und Vasco Vilaca Dritter wurde, reichte es in Rom zum Sieg. Nach einem Rückstand von rund 40 Sekunden aus dem Schwimmen arbeitete sich der Brite auf dem Rad nach vorn und wechselte als Dritter auf die Laufstrecke. Dort übernahm er praktisch sofort die Führung und setzte sich deutlich ab. Seine 53:47 Minuten bedeuteten am Ende einen klaren Sieg vor Martin Hübner und Douché.
„Solche Rennen holen das Beste aus einem heraus“, sagte Yee in Rom. „Es hat viel Spaß gemacht. Es war hart. Es war ehrlich. Alles in allem war es einfach ein sehr gutes Rennen.“
Starke deutsche Bilanz in Rom
Auch aus deutscher Sicht gab es in Rom gute Ergebnisse. Lasse Lührs bestätigte seine aufsteigende Form mit Platz acht. Der Mixed-Relay-Olympiasieger von Paris kam nach 54:20 Minuten ins Ziel. Valentin Wernz wurde 19. in 54:55 Minuten, Jaspar Ortfeld belegte Rang 39.
Bei den Frauen verpasste Nina Eim bei ihrem internationalen Comeback das Podium nur knapp. Nach 59:34 Minuten fehlten ihr als Vierte fünf Sekunden auf Rang drei. Laura Lindemann wurde Achte in 59:54 Minuten, Franka Rust Zwölfte. Selina Klamt belegte Rang 19, Anabel Knoll Rang 40.
In der Mixed-Staffel kam Deutschland auf Platz sieben. Das Quartett mit Rust, Lührs, Knoll und Wernz benötigte 1:18:59 Stunden. Den Sieg holte Großbritannien vor Italien und Portugal.
Marathon hat offenbar nicht geschadet
28:46 über zehn Kilometer und 13:52 über fünf Kilometer innerhalb von nur einer Woche: Yee zeigt, dass sein Ausflug auf die Marathonstrecke seiner Schnelligkeit auf kürzeren Triathlonstrecken offenbar nicht geschadet hat. 2025 finishte er den Marathon in London in 2:11:08 Stunden und steigerte sich wenige Monate später in Valencia auf 2:06:38 Stunden. In diesem Jahr kehrte Yee in London als Pacemaker auf die Marathonstrecke zurück.