Erstmals steigt die Xterra-WM auf dem US-Festland. In New Mexico warten dünne Luft, technische Trails und zwei völlig offene Titelrennen.
Zum 30. Geburtstag der Xterra-Weltmeisterschaft wartet auf die Offroad-Triathleten eine Premiere: Erstmals wird der Titel nicht auf Hawaii oder in Europa vergeben, sondern auf dem US-amerikanischen Festland. Am Samstag geht es – parallel zum Ironman Hawaii – in Ruidoso im Bundesstaat New Mexico um die WM‑Krone. Dabei dürften nicht nur das anspruchsvolle Gelände, sondern auch die Höhenlage eine entscheidende Rolle spielen.
Nach 25 Weltmeisterschaften auf Maui und vier Austragungen im italienischen Molveno schlägt die Xterra-WM ein neues Kapitel auf. Ruidoso, gelegen in den Sacramento Mountains, ist bis 2028 als Gastgeber vorgesehen. Das kleine Wintersport- und Outdoorzentrum liegt rund 2.000 Meter über dem Meeresspiegel und dürfte damit vor allem für Athleten aus tieferen Regionen eine besondere Herausforderung darstellen.
Höhenmeter beim Radfahren und Laufen
Schon beim Schwimmen wird die dünne Luft zum Begleiter. Die 1,5 Kilometer im Grindstone Lake werden auf etwa 2.100 Metern Höhe absolviert. Anschließend wartet eine 27 Kilometer lange Mountainbike-Strecke mit einem Anstieg auf 2.440 Meter. Felsige und technisch anspruchsvolle Passagen prägen die Abfahrten. Zum Abschluss führt ein zehn Kilometer langer Trailrun über zwei Runden durch Ruidoso und die umliegenden Waldwege.
Bei den Männern geht der dreimalige Weltmeister Arthur Serrières als einer der Topfavoriten ins Rennen. Der Franzose bekommt es unter anderem mit Jens Emil Sloth Nielsen zu tun. Der Däne wurde im vergangenen Jahr in Molveno Zweiter und könnte diesmal nach dem Titel greifen. Auch Maxim Chané zählt nach seinem Weltcupsieg in Oak Mountain zum erweiterten Favoritenkreis im Feld der 19 Elite-Teilnehmer. Aus den USA sind die starken Brüder Sullivan, Porter und Josiah Middaugh am Start. Der einzige Deutsche ist Martin Gebhard.
Weniger Teilnehmer als letztes Jahr
Bei den Frauen fehlt mit der Schweizerin Loanne Duvoisin die Weltmeisterin von 2025. Eine klare Favoritin unter den elf Teilnehmerinnen gibt es daher nicht. Gute Chancen werden unter anderem der Italienerin Marta Menditto eingeräumt. Die Weltcup-Gesamtsiegerin von 2025 hat sich in New Mexico auf die Höhenbedingungen vorbereitet. Mit Emma Ducreux, Alizée Patiès und der Australierin Hannah-Lee Young stehen weitere starke Konkurrentinnen am Start. Deutsche Athletinnen fehlen im Elitefeld.
Auffällig ist der Rückgang bei den Teilnehmerzahlen. Während 2025 in Molveno noch 644 Athletinnen und Athleten im WM-Hauptrennen starteten, weist die aktuelle Meldeliste für Ruidoso nur 422 Namen aus. Aus Deutschland sind 13 Starter gemeldet. Insgesamt kommen die Teilnehmer aus 41 Nationen. Gleichzeitig hat sich die Zahl der US-Starter nahezu verdreifacht.
Für die Elite geht es neben den WM-Titeln um insgesamt 100.000 US-Dollar Preisgeld. Die neuen Weltmeister erhalten jeweils 20.000 Dollar. Das Rennen startet am Samstag um 17:15 Uhr deutscher Zeit. Der Livestream auf YouTube beginnt bereits um 17 Uhr.