Laura Philipp und Gustav Iden gewinnen die Ironman Pro Series 2026 und kassieren jeweils 200.000 US-Dollar. Bei den Männern entscheidet ein hauchdünner Vorsprung gegen den Deutschen Jonas Schomburg, der sich mit 130.000 Dollar trösten darf.
Laura Philipp und Gustav Iden sind die Gesamtsieger der Ironman Pro Series 2026. Beide dürfen sich über ein Preisgeld von jeweils 200.000 US-Dollar freuen. Während Philipp ihren Erfolg mit Rang zwei bei der Ironman-WM auf Hawaii perfekt machte, fiel die Entscheidung bei den Männern denkbar knapp aus: Iden setzte sich mit gerade einmal 53 Punkten respektive Sekunden gegen den Deutschen Jonas Schomburg durch.
„Every second matters!“ Selten passte das Motto der Ironman Pro Series besser als bei diesem Finale auf Hawaii. Ob Schomburg auf den letzten Marathonkilometern bewusst war, dass er gerade um 200.000 US-Dollar lief? Vermutlich nicht. Vielleicht war das sogar besser so. Denn wer weiß schon, ob Schomburg die Aussicht auf den Geldregen am Ende noch ausgebremst hätte. Der Blick auf die Endabrechnung ist dennoch bittersüß: Keine Minute fehlte dem besten deutschen Profi zum Gesamtsieg. Immerhin bleiben ihm als Zweitem 130.000 Dollar Preisgeld.
Philipp dreht das Duell mit Løvseth
Mit zwei Siegen und insgesamt fünf Podiumsplätzen hatte Philipp im Saisonverlauf eine starke Grundlage in der Pro Series geschaffen. Nach ihren Erfolgen beim Ironman Kalmar und beim Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun ging sie als Führende ins Finale auf Hawaii. Um den Gesamtsieg abzusichern, musste sie dort trotzdem mindestens 1:02 Minuten vor ihrer Konkurrentin Solveig Løvseth ins Ziel kommen.
Das gelang: Philipp wurde Zweite hinter Taylor Knibb, während Løvseth nach einem dramatischen Rennverlauf auf den letzten Metern noch auf Rang acht zurückfiel. Mit 20.753 Punkten sichert sich die Deutsche souverän den Gesamtsieg vor der Norwegerin (19.640). Katrina Matthews aus Großbritannien komplettiert das Podium. Bemerkenswert: Knibb schafft es trotz eines Rennens weniger auf Rang sieben der Gesamtwertung. Die US-Amerikanerin hatte sowohl die Ironman-WM auf Hawaii als auch die Ironman-70.3-WM in Nizza gewonnen und dabei viele Punkte gesammelt.
Ironman Pro Series 2026 | Frauen (Top 10)
weiteres Preisgeld: Platz 11.–15. (8.000 $), 16.–20. (6.000 $), 21.–30. (5.500 $), 31.–40. (4.500 $), 41.–50. (3.000 $)| Platz | Name | Punkte | Preisgeld |
|---|---|---|---|
| 1 | Laura Philipp (GER) | 20.753 | 200.000 $ |
| 2 | Solveig Løvseth (NOR) | 19.640 | 130.000 $ |
| 3 | Kat Matthews (GBR) | 17.465 | 85.000 $ |
| 4 | Lisa Perterer (AUT) | 17.253 | 70.000 $ |
| 5 | Marta Sanchez (ESP) | 16.896 | 50.000 $ |
| 6 | Hannah Berry (NZL) | 16.768 | 40.000 $ |
| 7 | Taylor Knibb (USA) | 16.281 | 30.000 $ |
| 8 | Lotte Wilms (NED) | 16.273 | 20.000 $ |
| 9 | Grace Thek (AUS) | 15.512 | 15.000 $ |
| 10 | Jackie Herin (USA) | 13.996 | 10.000 $ |
Iden knapp vor Schomburg
Auch bei den Männern fiel die Entscheidung erst auf Hawaii. Iden wurde hinter Ironman-Weltmeister Vincent Luis Zweiter – und das trotz einer dreiminütigen Zeitstrafe wegen Windschattenfahrens. Mit 20.177 Punkten gewinnt der Norweger die Gesamtwertung vor Schomburg, der auf 20.124 Punkte kommt.
Kristian Blummenfelt belegt mit 19.985 Punkten Rang drei. Der Pro-Series-Titelverteidiger war eigentlich mit besten Aussichten auf einen erneuten Gesamtsieg nach Hawaii gereist. Am Ende reichte es beim Saisonfinale jedoch nur zu Platz acht.
Ironman Pro Series 2026 | Männer (Top 10)
weiteres Preisgeld: Platz 11.–15. (8.000 $), 16.–20. (6.000 $), 21.–30. (5.500 $), 31.–40. (4.500 $), 41.–50. (3.000 $)| Platz | Name | Punkte | Preisgeld |
|---|---|---|---|
| 1 | Gustav Iden (NOR) | 20.177 | 200.000 $ |
| 2 | Jonas Schomburg (GER) | 20.124 | 130.000 $ |
| 3 | Kristian Blummenfelt (NOR) | 19.985 | 85.000 $ |
| 4 | Kacper Stepniak (POL) | 18.163 | 70.000 $ |
| 5 | Kieran Lindars (GBR) | 18.054 | 50.000 $ |
| 6 | Vincent Luis (FRA) | 17.598 | 40.000 $ |
| 7 | Marten Van Riel (BEL) | 17.582 | 30.000 $ |
| 8 | Matthew Marquardt (USA) | 17.547 | 20.000 $ |
| 9 | Matt Hanson (USA) | 17.182 | 15.000 $ |
| 10 | Sam Long (USA) | 16.724 | 10.000 $ |