Die Challenge Roth 2026 ist unterwegs! Und schon die erste Disziplin hatte es in sich. Bei den Männern kamen erste große Lücken auf, bei den Frauen blieb es überraschend eng.
Leicht bewölkt war es über dem Main-Donau-Kanal, als sich die Athleten in das Wasser begaben. Und auch wenn es sein Debüt über die Langdistanz war – Rico Bogen hielt sich nicht zurück. Direkt nach dem Start setzte er sich an die Spitze und drückte ordentlich aufs Gaspedal. Er zog das Feld in die Länge und nur vier Athleten war es möglich, ihm zu folgen: Sam Laidlow, Jonas Schomburg, Menno Koolhaas und Finn Große-Freese, der seinen Start in Roth erst in dieser Woche bekannt gab.
Hinter dieser Gruppe wurde die Lücke zu den Verfolgern über die 3,8 Kilometer im Kanal immer größer. Anderen Favoriten wie Kristian Blummenfelt oder Patrick Lange konnte den Speed der Führenden nicht mitgehen. Nach 46:56 Minuten war es Rico Bogen, der das Feld aus dem Wasser führte, seine vier Mitstreiter auf den Fersen. Blummenfelt und Frederic Funk kamen drei Minuten später aus dem Wasser, Patrick Lange, Kristian Høgenhaug und Magnus Ditlev verloren vier Minuten.
Lucy Charles-Barclay allein auf weiter Flur
Im Frauenrennen kam es zu einem gewohnten Bild: Lucy Charles-Barclay suchte die Flucht nach vorn. Zwar versuchten Konkurrentinnen wie Fenella Langridge, Caroline Pohle, Daisy Davies und Alanis Siffert ihre Füße zu halten, das hatte sich jedoch nach wenigen hundert Metern erledigt. Nach 52:19 Minuten hatte „LCB“ die 3,8 Schwimmkilometer hinter sich. Die Lücke auf ihre Verfolgerinnen betrug zu diesem Zeitpunkt 1:40 Minuten – etwas weniger als antizipiert. Die wohl größte Kontrahentin der Ironman-Weltmeisterin von 2023, Katrina Matthews, erreichte den Ausstieg 6:08 Minuten hinter Charles-Barclay in einer Gruppe mit Chloe Hartnett und Jasmine Brown. Daniela Bleymehl verlor 9:21 Minuten.