Samstag, 24. Januar 2026

Ironman-70.3-EM Jönköping: Deutsche Favoriten im Titelrennen

Am kommenden Wochenende richtet sich der Blick der Triathlon-Welt nicht nur nach Roth – auch im schwedischen Jönköping wird es ernst: Die Ironman-70.3-Europameisterschaft steht an. Aus deutscher Sicht stehen die Chancen auf Medaillen besonders gut.

Getty Images for IRONMAN Caroline Pohle hatte am Anfang der Saison mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, stieg jedoch mit einem zweiten Platz beim Ironman 70.3 Kraichgau stark ins Geschehen ein.

Frauenrennen: Titelverteidigerin im Fokus

Mit Caroline Pohle steht die amtierende Europameisterin am Start – und geht erneut als klare Favoritin ins Rennen. Die Leipzigerin startete später als geplant in die Saison, gesundheitliche Probleme machten einen Start bei den Rennen der T100 hinfällig. Beim Saisondebüt im Kraichgau gelang ihr ein souveräner zweiter Platz hinter Laura Philipp. Nun will Pohle den Titel verteidigen. Die Hauptkonkurrenz kommt dabei aus dem eigenen Land: Lena Meißner, die in der Saison 2025 bereits bei den Ironman-70.3-Rennen Jesolo und Pays d’Aix auf dem Podium stand und mit ihrer starken Form sowie ihrem schnellen Schwimmen definitiv zum engsten Favoritinnenkreis zählt. Das direkte Duell im Kraichgau entschied Pohle jedoch für sich, dort wurde Meißner Vierte.

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Einen emotionalen Moment verspricht das Comeback von Laura Madsen, die nach einer längeren Verletzungspause wieder an der Startlinie steht. Beim Ironman 70.3 Westfriesland musste sie ihr Rennen aufgeben. Mal sehen, ob es die EM richten kann. Für die Dänin geht es darum, Rennpraxis zu sammeln, aber auch ein Achtungserfolg ist ihr zuzutrauen.

Männerrennen: Deutsche Angriffslust gegen Heimvorteil

Bei den Männern ruhen die Hoffnungen aus deutscher Sicht vor allem auf Lasse Nygaard Priester. Der Kurzdistanzler hat bei seinem zweiten Mitteldistanzrennen im Kraichgau direkt den Sieg eingefahren und bringt mit einem starkem Schwimmen sowie einem aggressiven Laufstil das ideale Profil für ein EM-Rennen mit. Auch Jannik Schaufler ist als Podiumsanwärter zu nennen: Er hat bereits mehrfach auf der Mitteldistanz überzeugt und bringt die nötige internationale Erfahrung mit. Mit Selbstbewusstsein kommt er aus St. Pölten, wo er das Challenge-Rennen über die Mitteldistanz vor gut einem Monat für sich entschied.

Nicht vergessen darf man Fabian Kraft, der mit seinem Podium beim Ironman 70.3 Valencia bereits aufhorchen ließ. Auch er hat gezeigt, dass er auf internationalem Terrain bestehen kann. Der Schwede Robert Kallin darf ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Mit der Unterstützung des heimischen Publikums wird er sicher alles daransetzen, den Titel im eigenen Land zu behalten. Zu den weiteren Kandidaten für einen Podiumsplatz zählen sicherlich Thor Bendix Madsen (DEN) und Harry Palmer (GBR).

Startzeit und Übertragung

Die Rennen der kontinentalen Meisterschaften über die 113 Kilometer zählen nicht zur Ironman Pro Series. Deshalb gibt es keinen Livestream. Dennoch können die Wettkämpfe mit der Ironman-Tracker-App verfolgt werden. Der Startschuss für die Profi-Männer fällt um 9:00 Uhr, die Frauen folgen fünf Minuten später um 9:05 Uhr.

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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