Auf Gran Canaria bereitet sich Kristian Høgenhaug mit einer Handvoll dänischer Trainingskollegen aktuell auf die Saison 2026 vor. Wir blicken auf eine seiner Schlüsseleinheiten mit Schwellenfokus im Laufen.

Während in Nordeuropa vielerorts Winterbedingungen und Indoor-Einheiten den Trainingsalltag prägen, entfliehen zahlreiche Profis aktuell der Kälte und arbeiten unter nahezu idealen Voraussetzungen an der Basis für 2026. Darunter auch Kristian Høgenhaug: Auf Gran Canaria absolviert der Däne ein Trainingslager mit seinen Landsleuten Emil Holm, Thor Bendix Madsen, Mathias Petersen sowie einigen Nachwuchsathleten. Høgenhaug zählt seit Jahren zu den besten Radfahrern auf der Langdistanz und gehört zu den wenigen Athleten, die ein Rennen in der zweiten Disziplin noch aktiv gestalten können. Der 34-Jährige ist in der Lage, Gruppen zu sprengen, sich teilweise sogar allein abzusetzen, und bringt die Risikobereitschaft für mutige Attacken mit. 2025 untermauerte er dieses Profil mit einem überraschenden zweiten Platz bei der Ironman-EM in Hamburg, Rang zwei beim Ironman Lake Placid nur drei Wochen später und dem Sieg bei „The Championship“ von Challenge über die Mitteldistanz. Bei der Ironman-WM in Nizza wurde er Zwölfter, die Ironman-70.3-WM in Marbella beendete er auf Rang 21.
Vor allem in Frankfurt drückte er dem Rennen seinen Stempel auf. Trotz Weltklasse-Konkurrenz und starken Radfahrern wie Kristian Blummenfelt und Magnus Ditlev setzte er sich allein nach vorn ab und fuhr rund acht Minuten auf die Spitzengruppe um die Top-Favoriten heraus. Mit dieser offensiven Renngestaltung legte er den Grundstein für das mit Abstand stärkste Ergebnis seiner Saison 2025. Gleichzeitig ist für Høgenhaug auch die zentrale Entwicklungsaufgabe klar: Im Laufen hat er zuletzt eine deutliche Progression hingelegt, lief in Frankfurt und Nizza zwei seiner besten Ironman-Marathons mit jeweils 2:42 Stunden – solide, aber noch mit einer deutlichen Lücke zur absoluten Spitze um Blummenfelt, Stornes, Iden, Lange oder Marten Van Riel. Genau an dieser „Schwäche“ scheint er nun gezielt zu arbeiten: Wir blicken auf eine Schwelleneinheit im Laufen, die Høgenhaug mit seiner dänischen Trainingsgruppe auf La Palma absolvierte.









