Sieg auf den Kanaren: Caroline Pohle wird ihrer Favoritenrolle bei der Challenge Gran Canaria mehr als gerecht. Bei den Männern erreicht Nicholas Mann das Ziel nicht.

Caroline Pohle hat die Challenge Gran Canaria gewonnen. Die gebürtige Leipzigerin setzte sich am Samstag auf dem selektiven Kurs mit vielen Höhenmetern in 4:18:17 Stunden durch. Platz zwei auf der Kanareninsel sicherte sich die Französin Anne-Sophie Pierre in 4:21:44 Stunden. Dritte wurde Nikki Bartlett aus Großbritannien (4:24:24 Stunden). Die zweite deutsche Profi-Triathletin, Anna Maria Melzer, kam als 18. ins Ziel (5:07:47 Stunden). „Das letzte Jahr war sehr hart für mich, deswegen bedeutet mir dieser Erfolg sehr viel“, sagte Pohle im Zielinterview. „Ich habe hart gearbeitet und bin sehr stolz auf mein Team und mich. Besser kann die Saison nicht beginnen.“
Bei den Männern machte Damien Le Mesnager den Sieg perfekt. Der Franzose bewältigte die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen in 3:48:09 Stunden und verwies die Italiener Michele Bartolomedi (3:50:05 Stunden) und Michele Sarzilla (3:55:31 Stunden) auf die Plätze zwei und drei. Die deutschen Profis spielten im Kampf um den Sieg keine Rolle. Das beste Resultat erzielte Niklas Ludwig, der nach 4:01:21 Stunden als Elfter das Ziel erreichte. Simon Huckestein (4:08:51 Stunden) und Lennart Sievers (4:15:02 Stunden) belegten die Plätze 17 und 19. Nicolas Mann gab das Rennen beim Radfahren nach 30 Kilometern auf.

Pohle siegt souverän
Schon beim Schwimmen brachte sich Pohle mit der zweitschnellsten Zeit aller Profi-Frauen in eine gute Ausgangsposition. Nach 25:08 Minuten verließ die Topfavoritin aus Deutschland das Wasser, lediglich Sarah-Jane Goodwin schwamm ein paar Sekunden schneller. Die Südafrikanerin spielte im weiteren Rennverlauf aber keine Rolle mehr. Ganz anders Pohle. Raus aus T1 übernahm die Ironman-70.3-Europameisterin von 2024 sofort die Führung und baute diese bis in die zweite Wechselzone auf rund drei Minuten aus. 2:25:06 Stunden benötigte sie bei sehr windigen und warmen Bedingungen für die anspruchsvollen 90 Kilometer mit 1.460 Höhenmetern.
Beim Laufen ließ Pohle zu keinem Zeitpunkt Zweifel an ihrem Triumph aufkommen. Konstant hielt sie ihren Vorsprung bei drei bis vier Minuten. In 1:22:47 Stunden gelang Pohle am Ende sogar der schnellste Halbmarathon. Nach einer Saison ohne Profisieg knüpft die 30-Jährige nun in ihrem ersten Saisonrennen 2026 an das erfolgreiche Jahr 2024 an. Damals konnte Pohle vier Mitteldistanzen für sich entscheiden.












