Drei Verstöße gegen die Meldepflicht bringen Joe Skipper eine 18-monatige Sperre ein. Der inzwischen zurückgetretene Brite verliert zudem sämtliche Ergebnisse seit dem 15. Mai 2025.
Seine Profikarriere hat Joe Skipper im Juli beendet, trotzdem muss sich der Brite jetzt mit einer empfindlichen Sanktion auseinandersetzen. Die International Testing Agency (ITA) bestätigte am Freitag eine 18-monatige Sperre gegen den 38‑Jährigen. Grund sind drei Verstöße gegen die sogenannten Whereabouts-Regeln innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten. Skippers Ergebnisse seit dem 15. Mai 2025 werden annulliert. Dazu zählen unter anderem ein zweiter Platz beim Ironman Südafrika 2026 sowie Platz 14 bei der Challenge Roth 2025.
Skipper war seit 2016 Teil des Testing-Pools von Ironman und damit verpflichtet, täglich seinen Aufenthaltsort sowie ein 60-minütiges Zeitfenster für unangekündigte Kontrollen anzugeben. Zwischen Juli 2024 und Mai 2025 kam es nach Angaben der ITA dreimal zu einem Verstoß. Nach Artikel 2.4 der Anti-Doping-Regularien gilt dies als Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen.
„Ich habe nie gedopt“
In einem Instagram-Video weist Skipper jeden Verdacht auf Doping entschieden zurück. „Ich habe nie gedopt und ich würde es niemals tun“, sagt er. Er sei in seiner Karriere sehr oft kontrolliert worden und würde „nicht mal darüber nachdenken“, verbotene Substanzen zu verwenden. Trotzdem erscheint sein plötzliches Karriereende im Juli jetzt in einem anderen Licht. In einem Statement sagte er damals, die Entscheidung, aufzuhören, sei schon länger in ihm gereift.
„Ich stehe für fairen Sport“, betont Skipper auf Instagram, und verweist dabei auch auf seine wiederholte Kritik an der Windschattenproblematik im Triathlon. Gleichzeitig übernimmt der Ex-Athlet Verantwortung für die Meldeverstöße. „Ich habe einen Fehler gemacht und jetzt muss ich die Konsequenzen tragen“, sagt Skipper. Durch die Streichung seiner Ergebnisse verliert Skipper neben den Platzierungen auch die gezahlten Preisgelder.
„Es ist schrecklich“
Für Skipper geht es aktuell aber wohl weniger um die Sperre an sich, denn diese hat angesichts seines Rücktritts sportlich kaum noch Auswirkungen. „Ich hoffe, dass mein Image in der Öffentlichkeit und mein sportliches Vermächtnis durch diese Sache keinen Schaden nehmen.“, sagt er. Die Angelegenheit sei für ihn „schrecklich“. Seinen Namen im Zusammenhang mit Doping lesen zu müssen, „ist eine der schlimmsten Sachen, die mir passieren konnten.“
Die Sperre läuft rückwirkend seit dem 18. Mai 2026. Skipper, Ironman und die ITA können gegen die Entscheidung vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Berufung einlegen.