Der NADA-Jahresbericht 2025 zeigt: Im Triathlon wurden 841 Proben genommen. Zwei mögliche Verstöße endeten ohne Sanktionen.

Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) hat ihren Jahresbericht 2025 veröffentlicht. Darin werden unter anderem die Kontrollzahlen, mögliche Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen, medizinische Ausnahmegenehmigungen sowie Maßnahmen in Prävention und Aufklärung aufgeführt. Für den Triathlonsport ist vor allem der Blick in den Anhang relevant: Dort weist die NADA für Triathlon, Duathlon und Para-Triathlon insgesamt 841 Proben aus.
Damit liegt Triathlon zwar nicht unter den fünf am häufigsten getesteten Sportarten des Jahres 2025 – diese waren laut Bericht Leichtathletik, Fußball, Radfahren, Schwimmen und Rudern –, zählt aber weiterhin zu den Sportarten mit einer hohen Kontrolldichte. Insgesamt führte die NADA 2025 sportartenübergreifend 12.145 Dopingkontrollen mit 16.911 Proben durch. Davon entfielen 10.161 Proben auf Trainingskontrollen und 6.750 auf Wettkampfkontrollen.
Viele Blutproben im Triathlon
Im Triathlonbereich wurden laut Jahresbericht 221 Urin- und 294 Blutproben außerhalb von Wettkämpfen genommen. Hinzu kamen 155 Urin- und 171 Blutproben bei Wettkampfkontrollen. In der Unterkategorie Triathlon selbst waren es 803 Proben, im Duathlon 27 und im Para-Triathlon 11. Zusätzlich weist der Bericht für den Triathlonbereich 303 ESA-Zusatzanalysen aus. ESA steht für Erythropoiesis Stimulating Agents, also Substanzen, die die Bildung roter Blutkörperchen beeinflussen können und im Ausdauersport eine besondere Relevanz haben.
Auch die hohe Zahl an Blutproben ist für eine Ausdauersportart wenig überraschend. Neben klassischen Urinproben spielen Blutanalysen, Zusatzanalysen und der Athlete Biological Passport im Anti-Doping-System eine wichtige Rolle, um Auffälligkeiten im biologischen Profil von Athletinnen und Athleten erkennen zu können.
Zwei mögliche Verstöße im Bereich der Deutschen Triathlon Union
Im Abschnitt zu möglichen Verstößen werden für die Deutsche Triathlon Union zwei Fälle aufgeführt. In beiden Fällen handelte es sich um Wettkampfkontrollen. Im April 2025 wurde ein möglicher Verstoß im Zusammenhang mit Amfetamin verzeichnet, im Juni 2025 ein weiterer im Zusammenhang mit Testosteron. Laut Jahresbericht endeten beide Fälle mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung: einmal als Therapeutic Use Exemption (TUE, im Deutschen: Ausnahmegenehmigung zu therapeutischen Zwecken), einmal als rückwirkende TUE. Sanktionen wurden in diesen beiden DTU-Fällen nicht ausgewiesen.
Zusätzlich nennt der Bericht einen Fall unter der Zuständigkeit von World Triathlon. Dabei ging es im Juni 2025 um Amfetamine im Rahmen einer Wettkampfkontrolle. Auch dieser Fall wurde laut Übersicht mit einer rückwirkenden TUE abgeschlossen. Ein weiterer Eintrag betrifft einen atypischen Befund im Zusammenhang mit Erythropoetin (EPO) aus dem Januar 2025 unter der International Triathlon Union. Dort vermerkt die NADA: kein Dopingverstoß.
Medizinische Ausnahmegenehmigungen und Meldepflichten
Insgesamt erteilte die NADA im Jahr 2025 sportartenübergreifend 109 TUEs, sieben Anträge wurden abgelehnt. TUEs können relevant werden, wenn Athletinnen und Athleten aus medizinischen Gründen Medikamente oder Methoden benötigen, die unter bestimmten Bedingungen auf der Verbotsliste stehen.
Auch bei Meldepflicht- und Kontrollversäumnissen taucht die Deutsche Triathlon Union im Bericht auf. Für die DTU werden sechs entsprechende Fälle aufgeführt. Sportartenübergreifend registrierte die NADA 2025 insgesamt 294 Meldepflicht- und Kontrollversäumnisse. Der größte Anteil entfiel dabei auf Verstöße gegen die Aktualisierungspflicht, gefolgt von versäumten Kontrollen und nicht fristgerecht eingereichten Quartalsmeldungen.
Prävention auch bei der Challenge Roth
Neben Kontrollen und juristischen Verfahren hebt der Jahresbericht die Präventionsarbeit der NADA hervor. Das Programm „Gemeinsam gegen Doping“ verzeichnete 2025 einen Höchststand bei Schulungen und Workshops. Insgesamt wurden 493 Veranstaltungen durchgeführt, rund 21.700 Nutzerinnen und Nutzer schlossen den Grundlagenkurs „Anti-Doping-Basics“ mit Zertifikat ab.
Auch im Triathlon war die NADA sichtbar. Im Bereich Kommunikation und Marketing nennt der Jahresbericht die Challenge Roth als eine der Veranstaltungen, bei denen die NADA 2025 mit ihrem Live-Tool vertreten war. Zudem kooperierten NADA und Challenge Roth auf kommunikativer Ebene, unter anderem mit Informationen über verbotene Substanzen und mögliche Dopingfallen für Teilnehmende.











