Zurück an der Spitze: Ashleigh Gentle siegt bei den French Riviera T100

Die kurzfristige Absage von Favoritin Kate Waugh nutzt Ashleigh Gentle und holt ihren ersten Sieg im 100-Kilometer-Format seit mehr als einem Jahr. Paula Findlay und India Lee komplettieren das Podium, Caroline Pohle wird Siebte.

Credit: That Cameraman Auf der Laufstrecke zog Ashleigh Gentle unwiderstehlich an und sicherte sich den Sieg bei den French Riviera T100. (Archivfoto)

„Es gibt Hochs und Tiefs, so ist das nun einmal im Sport“, sagte Ashleigh Gentle nach ihrem Triumph bei den French Riviera T100 an der Mittelmeerküste und zuckte gelassen mit den Schultern. Die Australierin war lange die ungekrönte Königin des 100-Kilometer-Formats, zunächst in der Open-Serie der PTO, dann 2024 mit zwei Siegen in der seinerzeit neuen T100 Triathlon World Tour.

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Kate Waugh sagt kurzfristig ab, Georgia Taylor-Brown ist lange in Führung

Doch nach ihrem letzten Triumph im Juli 2024 in London wollte es für Gentle bei den T100-Rennen nicht mehr so gut laufen, in diesem Jahr landete sie bei vier Rennen auf den Plätzen sechs, elf, fünf, sieben. Jetzt fand die 34-Jährige zu alter Stärke zurück und sicherte sich mit einer überragenden Leistung auf der Laufstrecke wieder einen Sieg auf der T100-Tour. Gentle gewann in 3:41:42 Stunden.

Einen Tag vor dem Start sagte die als Topfavoritin gehandelte Britin Kate Waugh krankheitsbedingt das Rennen ab. So übernahm erst einmal ihre Landsfrau Georgia Taylor-Brown die Initiative und kam als Erste nach 27:03 Minuten aus dem Mittelmeer, um das Feld mit knapp einer Minute Vorsprung auf die Radstrecke zu führen. Drittschnellste Schwimmerin war Caroline Pohle (28:03 Minuten), die einzige deutsche Teilnehmerin im Feld. Sie gab ihr T100-Saisondebüt.

Ashleigh Gentle spart beim Radfahren Kraft für ihren überragenden Lauf

Weit über die Hälfte der 80 Kilometer langen Radstrecke blieb Taylor-Brown an der Spitze, wurde dann von der Schweizerin Alanis Siffert abgelöst, die auch als erste Athletin die zweite Wechselzone erreichte. Das Trio, das am Ende auf dem Podium landen sollte, lag circa zweieinhalb (Findlay, Lee) bzw. dreieinhalb Minuten (Gentle) hinter der Führenden. Nach dem Rennen sagte Ashleigh Gentle, dass sie das hohe Radtempo nicht um jeden Preis mitgehen wollte, um sich noch genug Energie für den Lauf aufzusparen. Das Konzept sollte aufgehen.

Nach circa neun von 18 Laufkilometern setzte sich Ashleigh Gentle an die Spitze und gab die Führung nicht mehr aus der Hand. Sie gewann in 3:41:42 Stunden und hatte mit Abstand den besten Laufsplit des Tages (1:04:51 Stunden). Die Kanadierin Paula Findlay sicherte sich Rang zwei, war nur 51 Sekunden langsamer als Gentle (3:42:33 Stunden), Dritte wurde India Lee aus Großbritannien (3:43:21 Stunden).

Fünf T100-Rennen, fünf verschiedene Siegerinnen

Caroline Pohle blieb das ganze Rennen im Verfolgerfeld, kam etwas mehr als drei Minuten nach Ashleigh Gentle als Siebtplatzierte ins Ziel (3:45:01). Die zwischenzeitlich führenden Georgia Taylor-Brown und Alanis Siffert mussten sich am Ende mit Rang neun bzw. zehn begnügen.

Ashleigh Gentle ist die fünfte verschiedene Siegerin im fünften Rennen der diesjährigen T100 World Triathlon Tour – nach Kate Waugh (GBR), Julie Derron(SUI), Taylor Knibb (USA) und Lucy Charles-Barclay (GBR), die in Frankreich allesamt nicht am Start waren. In der T100-Gesamtwertung rückte die Australierin Gentle auf Platz vier vor (89 Punkte), hinter Derron (96 Punkte), Waugh und Knibb (jeweils 90 Punkte).    

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Christian Wriedt
Christian Wriedt
Schreiben und Bearbeiten von Texten, Verbesserung der internen Abläufe und Erstellung von Abgabeplänen – das ist der tägliche Dreikampf von Christian Wriedt in der triathlon-Redaktion. Der studierte Sportwissenschaftler ist vor allem aufgrund seiner langjährigen journalistischen Erfahrung verpflichtet worden. Dem Triathlon begegnet der gebürtige Hamburger und leidenschaftliche Fußballer mit großer Neugier und noch größerem Respekt.

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