Wilhelm Hirsch spricht vor dem Ironman 70.3 Zell am See über seinen Sieg in Leipzig, Back-to-back-Rennen, Hawaii und seine Lockerheit, die er diese Saison mit seinem Coach Mario Schmidt-Wendling gefunden hat.

Wilhelm Hirsch wirkt in diesen Tagen wie ein Athlet, der einen Schritt nach vorn gemacht hat. Erster Profi-Langdistanzsieg beim Ironman Brasilien, ein starker Auftritt beim Ironman Frankfurt, der Triumph am vergangenen Wochenende beim Ironman 70.3 Leipzig gegen Rico Bogen und jetzt direkt weiter zum Ironman 70.3 Zell am See.
Was ihn an Leipzig am meisten überrascht hat, war nicht die Zahl auf der Ergebnisliste. Auch nicht die 68 Minuten für den Halbmarathon, die international aufhorchen lassen. „Ganz klar am meisten überrascht hat mich die Lockerheit im Rennen“, sagt der Hallenser, für den das Rennen in Leipzig, fast wie ein Heimrennen war. Zum ersten Mal hatte er unmittelbar nach einem Höhentrainingsblock ein Rennen bestritten. Im Trainingslager sei das Rennen nicht spezifisch vorbereitet worden, der Fokus lag eher grundlagenorientiert. Und dann fühlte sich der Wettkampf „rundum fast mühelos“ an, vor allem beim Laufen.
Ein Sieg, der Ruhe bringt
Auf die Frage, ob er sich dadurch für Zell am See als Favorit sieht, sagt er ziemlich deutlich und realistisch: „Direkt als Favoriten sehe ich mich jetzt nicht.“ Das Ergebnis gebe ihm Rückenwind, ja. Es zeige ihm, dass die Entwicklung stimme. Aber Zell am See sei ein anderes Rennen, dichter besetzt, mit mehr Athleten, die auf der 70.3-Distanz spezialisiert sind. Jelle Geens, der amtierende Ironman-70.3-Weltmeister, sowie Lasse Nygaard Priester sind zwei, die man auf jeden Fall im Kampf um die Podestplätze beachten sollte.
Der Körper muss nicht nur zwei Rennen verarbeiten, sondern auch Höhe, Umfang und Reiselogistik.











