Sonntag, 15. Februar 2026

Klein, aber fein: So entsteht ein Dorftriathlon

Zwischen Absperrgittern und Kuchentheke entsteht Triathlon in seiner ursprünglichsten Form. Keine Großkulisse, keine Sponsorenwand, sondern ein paar Dutzend Helferinnen und Helfer, die aus einer Wiese eine Wettkampfstätte machen. Wer solche Rennen besucht, spürt, dass hier nicht nur Zeiten zählen, sondern Gemeinschaft.

Nils Flieshardt / spomedis

„Wir wollten alles hinschmeißen.“ Es ist ­einer dieser Sätze, die in der Verein­sarbeit ­fallen, wenn aus Leidenschaft Überforderung wird. Wochenlange Vorbereitung, endlose Absprachen, E-Mails, Helferlisten, Telefonate mit der Stadt. Bettina Schmidt-Grave und Chris­tophe Vernet, die den Moortriathlon im niedersächsischen Buchholz organisieren, hatten Momente, in denen sie dachten: Das machen wir nie wieder. Und doch stehen sie an einem Sonntag Ende September am See, bereit für den Startschuss. Allein den Termin darf man als mutig bezeichnen, wenn man die geogra­fische Lage in Norddeutschland unweit von Hamburg bedenkt. Aber der Wettergott meint es gut an diesem Tag und alles ist angerichtet. 600 Anmeldungen, bewölkter Himmel und einigermaßen milde Luft, gespannte Gesichter am Ufer. Eine Wiese wird zur Event-Location, aus den Lautsprechern kommt die ­Musik. Statt Frust liegt Vorfreude in der Luft.

- Anzeige -

Morgens um sieben ist es am Großen Moor noch still – zumindest, was die Teilnehmenden angeht. Helferinnen und Helfer sind bereits seit Stunden wach, stellen Pavillons und Biertischgarnituren auf, verlegen Zeitmessmatten und rücken Absperrungen zurecht. Der Buchholzer Moortriathlon, ein kleines, einst fast aufgegebenes Rennen, ist heute das, was viele Groß­veranstaltungen nicht mehr schaffen: ein echtes Gemeinschaftserlebnis. Ein Tag, an dem ein Verein zeigt, was möglich ist, wenn jede helfende Hand zählt.

Kurz vor dem Aus

Mit triathlon+ weiterlesen

Mit triathlon+ verpasst du keine spannenden Inhalte mehr. Für nur € 9,95 pro Monat bekommst du außerdem die Zeitschrift triathlon ins Haus und kannst in 30.000 Seiten unseres Digitalarchivs stöbern.

Jetzt Mitglied werden

Du bist bereits Mitglied? Hier einloggen

Happy Valentine's Day

Fehler gefunden oder Feedback zu diesem Artikel? Bitte teile uns hier mit, was du loswerden möchtest oder was wir verbessern können!
Feedback unter Artikel

Tauche ein in die spannende Welt von triathlon+ und erfahre mehr Hintergründe, mehr Service und mehr Triathlonerlebnis – digital hier und auf Wunsch ohne Aufpreis monatlich in deinem Briefkasten.

Monatsabo

9,95 -
Jetzt mitmachen bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • volle Flexibilität
  • € 9,95 pro Monat
  • monatlich kündbar
Empfehlung!

Jahresabo

94,95 -
Größte Ersparnis bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • Mindestlaufzeit 12 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 1 Jahr monatlich kündbar
- Anzeige -
Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

Verwandte Artikel

Unterschätzter Parameter: Der Wert deiner maximalen Laktatbildungsrate

Die maximale Laktatbildungsrate ist ein physiologischer Wert, der sich nur bedingt zum Angeben eignet – und daher oft zu Unrecht unterschätzt wird. Sie steuert den Kohlenhydratverbrauch und ist für die Mittel- und Langdistanz entscheidend. Was Agegrouper daraus für ihr Training ableiten können.

Trainingsfortschritt ohne Bestzeiten: Woran du jetzt erkennst, dass du richtig trainierst

Keine Bestzeiten, kein Aha-Erlebnis und trotzdem läuft dein Training richtig. Woran du im Februar erkennst, dass dein Aufbau wirkt, auch wenn Fortschritt noch nicht messbar ist.

ePaper | Abo

Unser Newsletter

Newsletter triathlon

Aktuelle Beiträge

Unterschätzter Parameter: Der Wert deiner maximalen Laktatbildungsrate

0
Die maximale Laktatbildungsrate ist ein physiologischer Wert, der sich nur bedingt zum Angeben eignet – und daher oft zu Unrecht unterschätzt wird. Sie steuert den Kohlenhydratverbrauch und ist für die Mittel- und Langdistanz entscheidend. Was Agegrouper daraus für ihr Training ableiten können.