NEU! triathlon-News Ausgabe vom 13. Oktober, 06:01 Uhr · 1:06 Min · Kurzfassung

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Unterschätzter Parameter: Der Wert deiner maximalen Laktatbildungsrate

Die maximale Laktatbildungsrate ist ein physiologischer Wert, der sich nur bedingt zum Angeben eignet – und daher oft zu Unrecht unterschätzt wird. Sie steuert den Kohlenhydratverbrauch und ist für die Mittel- und Langdistanz entscheidend. Was Agegrouper daraus für ihr Training ableiten können.

Nils Flieshardt / spomedis

Yes, Ortsschildsprint gewonnen. Es sind oft die kleinen Erfolge, die einem das Gefühl geben, dass es im Training gerade richtig läuft und man stärker geworden ist. Vielleicht ist das auch so. Vielleicht ist das eingangs angeführte Beispiel aber auch ein Hinweis darauf, dass sich ein physiologischer Faktor in die falsche Richtung entwickelt: die maximale Laktatbildungsrate, kurz die VLamax. Für Triathletinnen und Triathleten, insbesondere auf der Mittel- und Langdistanz, entscheidet diese Größe darüber, wie effizient sie mit ihren begrenzten Energiereserven umgehen – und wie lange sie ihr Tempo tatsächlich halten können.

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Was ist das überhaupt?

Im Gegensatz zur maximalen ­Sauer­stoffaufnahme (VO₂max), die die aerobe Energie­gewinnung beschreibt, steht die maximale Laktat­bildungsrate für die glykolytische, also anaerobe Leistungsfähigkeit. Sie gibt an, welche Menge Laktat pro Zeiteinheit gebildet wird. Angegeben wird sie ­daher als Rate in Millimol pro Liter und Sekunde (mmol/l/s).

In der anaeroben Glykolyse wird Glukose ohne Beteiligung von Sauerstoff abgebaut, wobei Laktat entsteht. Die dabei freigesetzte Energiemenge ist geringer als bei der aeroben Energiegewinnung, sie steht jedoch deutlich schneller zur Verfügung. Genau deshalb spielt die Glykolyse bei kurzen, hochintensiven Belastungen eine zentrale Rolle.

Mit steigender Intensität im Training oder im Wettkampf nimmt der Anteil der anaeroben Energiebereitstellung zu. Je mehr Energie über die Glykolyse bereitgestellt wird, desto mehr Laktat entsteht. Dieser Prozess findet überwiegend in den schnell zuckenden Muskelfasern, den sogenannten Typ-II-Fasern, statt. Da die produzierte Energiemenge direkt proportional zur Laktatproduktion verläuft, eignet sich die VLamax als praktikabler Parameter zur Beschreibung der glykolytischen Leistungsfähigkeit.

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Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

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