Patagonman 2026: Die Lotterie startet

Die Anmeldung für eines der härtesten Rennen der Triathlonwelt ist geöffnet. Wer 2026 im chilenischen Fjord starten will, kommt über die Lotterie ins Feld – oder über eine Spendenzusage.

Wagner Araújo

Eiskaltes Wasser, endlose Weite, Eigenverpflegung – und ohne Supportcrew geht nichts. Der Patagonman gehört zu den spektakulärsten und härtesten Rennen der Triathlonwelt. Wie spektakulär, fordernd und zugleich erfüllend diese Perle des Rennkalenders ist, kannst du in unserer großen Reportage in der t237 (noch bis Dienstag im Handel oder in unserem Shop erhältlich) nacherleben. Wenn du selbst das Abenteuer angehen möchtest: Für 2026 hat jetzt die Anmeldung geöffnet.

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Ein Rennen mit eigenen Regeln

Der Point-to-Point-Triathlon durch die chilenische Region Aysén ist kein Wettkampf für Spontanentscheider. Das Schwimmen findet im Fjord bei Temperaturen im einstelligen Bereich statt, das Radfahren führt über raue Straßen durch die Wildnis Patagoniens, der Marathon endet auf Schotterpisten mit Blick auf schneebedeckte Gipfel. Eine gewissenhafte Vorbereitung ist obligatorisch. Jede Athletin und jeder Athlet ist während des Rennens auf eine eigene Begleitperson angewiesen, die die komplette Versorgung übernimmt. Schon die Anmeldung folgt deshalb eigenen Regeln.

Zwei Wege zum Startplatz

Einen klassischen „First come, first served“-Vergabemodus gibt es nicht. Stattdessen stehen zwei Optionen zur Wahl: die Lotterie oder die Direktanmeldung mit Spendenzusage. Die Lotterie öffnet zweimal im Jahr. Seit dem 12. Februar ist die zweiwöchige erste Phase aktiv. Das Los kostet 12 US-Dollar, die gespendet werden. Die Ergebnisse der Ziehung gibt der Veranstalter im März bekannt. Wer gezogen wird, zahlt anschließend die Startgebühr von 975 US-Dollar. Im April folgt die zweite Lotteriephase, die erneut zwei Wochen umfasst. Wer beim Patagonman dabei ist, erfährt das im Mai.

Wer Planungssicherheit möchte, kann sich direkt einen Startplatz sichern. Diese Option ist limitiert und mit einer Mindestspendenzusage von 1.000 US-Dollar verbunden. Die zusätzliche Startgebühr wird sofort fällig. Die Spende müssen Athleten anschließend bis zum 1. November 2026 vollständig leisten. Sonst verfällt der Startplatz und die Meldegebühr wird nicht erstattet.

Rennen mit Impact

Ein Teil der Gelder fließt in soziale und ökologische Projekte – darunter Programme für Jugendliche in Patagonien, Initiativen zur Vermeidung von Blindheit in Ostafrika sowie Naturschutzprojekte in Chile. So außergewöhnlich wie das Rennen sind auch die Voraussetzungen: Start nur mit Supportcrew, extreme Wetterbedingungen inklusive. Wer sich bei dem Abenteuer für Ausdauerathleten registrieren will, muss das umfangreiche Race Manual vollständig akzeptieren.

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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