Einmal von der Fähre in den Hardangerfjord springen, am Ende auf den Gaustatoppen laufen und das schwarze T-Shirt tragen: Der Norseman Xtreme Triathlon bleibt einer der begehrtesten Langdistanz-Starts der Welt. Entsprechend groß ist die Nachfrage – und entsprechend entscheidet beim Norseman nicht die schnellste Maus beim Anmeldestart, sondern das Los. Die Auslosung für die Ausgabe 2027 ist jetzt gelaufen.
Die Lotterie war vom 1. bis zum 11. Oktober 2026 geöffnet. Teilnehmen durfte grundsätzlich jeder – einzige Einschränkung: Wer starten will, muss am Renntag, dem 7. August 2027, mindestens 18 Jahre alt sein. Gezogen wurde am 14. Oktober, die Ergebnisse präsentierte der Veranstalter am 21. Oktober um 20 Uhr auf seinem YouTube-Kanal. Alle Teilnehmenden erhalten ihr persönliches Ergebnis zusätzlich am Freitag, 23. Oktober, per E-Mail.
Für eine geringe Losgebühr plus Plattformgebühr kauft man sich ein Los. Die Gebühr wird nicht erstattet, auch nicht bei einer Niete – ein Widerrufsrecht gibt es nicht.
Treue wird belohnt
Seit der Ausgabe 2016 erhöht der Norseman die Chancen für alle, die beharrlich bleiben: Im ersten Jahr gibt es ein Los, nach einem erfolglosen Jahr im Folgejahr zwei, im dritten Jahr drei – und so weiter. Der Zähler wird zurückgesetzt, sobald man gezogen wird oder ein Jahr aussetzt. Den eigenen Stand kann man im Athletenprofil auf raceid.com einsehen.
Was ein Startplatz bedeutet
Über das Ballot werden 125 Startplätze vergeben. Ein gezogener Startplatz ist allerdings noch keine Startnummer, sondern das Recht, sich anzumelden: Wer Glück hatte, muss sich bis zum 14. November registrieren und die Startgebühr von 550 Euro bezahlen. Die Plätze sind personengebunden und dürfen weder verkauft noch übertragen werden.
Der Norseman vergibt für 2027 insgesamt 335 Startplätze. Erfahrungsgemäß rechnet der Veranstalter damit, dass am Ende 250 bis 255 Athletinnen und Athleten tatsächlich in Eidfjord an der Startlinie stehen.
Ballot 2027: Wer gezogen wurde
Die Liste der Gezogenen ist bunt gemischt: Athletinnen und Athleten aus 29 Ländern und Regionen haben einen Platz ergattert – von Guatemala über Moldau bis Taiwan. Wenig überraschend stellt Gastgeber Norwegen mit 30 das größte Kontingent, dahinter folgen Großbritannien (12), Frankreich (11), Deutschland und die USA (jeweils 9).
Aus Österreich hat Adrian Hofmarcher Glück gehabt, die Schweiz ist mit Angelo Ghisletta, Arthur Cavin, Cendrine Gerosa und Matthias Junker vertreten.
Diese Deutschen sind dabei
Neun deutsche Starterinnen und Starter wurden gezogen:
- Lasse Daene
- Sandra Gerdes
- Elias Groll
- Christian Hogesand
- Rainer Maehle
- Simon van Nooy
- Jens Pruschke
- Tin Tan Puk
- Florian Werner
Herzlichen Glückwunsch! Jetzt heißt es: bis zum 14. November anmelden – und dann ab in die Kälte trainieren. Allen, die diesmal leer ausgegangen sind, bleibt der Trost des Systems: Wer im nächsten Jahr wieder mitmacht, hat ein Los mehr im Topf.