Als Basti mich fragte, ob ich Lust hätte, ihn bei seinem neuen Projekt im Supportteam zu begleiten, sagte ich „Ja, klar“. So wie man „Ja, klar“ sagt, wenn jemand fragt, ob man am Samstag kurz beim Umzug hilft. Man ahnt, dass es anstrengend wird. Man ahnt nicht, dass man am Ende in einem Kleinbus bei Tempo 30 durch Spanien schleicht und dem Kollegen zum vierten Mal in einer Stunde einen Riegel in den Mund schiebt.
Das Projekt hieß „Von Köln nach Afrika in vier Tagen“. Ein Titel, der für Basti nach einem fantastischen YouTube-Video klang. Und nach einem Abenteuer, wie man es aus Dokus kennt, bei denen man denkt: Geile Sache. Würd ich nie machen.
Kurzer Kontext: „Ich gewinne 2027 das RAAM.“ Das hat Basti auf Instagram gepostet. Einfach so. Ohne Konjunktiv, ohne „wenn alles passt“, ohne Smiley dahinter. Das RAAM ist das Race Across America, 5.000 Kilometer nonstop quer über einen Kontinent. Das so zu schreiben mag für den ein oder anderen arrogant klingen, ich weiß. Aber so funktioniert das mit Zielen. Erst denkt man sie. Dann sagt man sie. Dann fährt man sie. Wer Schritt zwei auslässt, weil es ihm peinlich ist, kommt selten zu Schritt drei.
Bis dahin sind allerdings noch ein paar Kleinigkeiten zu klären. Erste Hürde: 100.000 Euro. So viel kostet das Ganze ungefähr, weil ein RAAM-Start nicht nur aus einem Fahrer und einem Rad besteht, sondern aus Flügen, Begleitfahrzeugen, Unterkünften und Verpflegung für ein komplettes Team. Zweite Hürde: dieses Team auch zu finden. Leute, die bereit sind, tagelang auf engstem Raum mit wenig Schlaf hinter ihm herzutuckern und ihn zu füttern wie ein Tamagotchi. (Und wehe, man vergisst zu füttern. Dann wird aus dem Tamagotchi ein Gremlin.) Dritte Hürde: nebenbei trainieren, als gäbe es kein Morgen – körperlich und geistig. Denn am Tag X muss er das Ganze auch noch durchziehen.
Köln–Afrika war also nicht nur ein idealer YouTube-Titel. Es war die Generalprobe. Für ihn. Und, wie sich herausstellen sollte, auch für mich.
Der Plan war gut. Der Plan war zwei Autos.
Ursprünglich war das Ganze vernünftig aufgezogen. Zwei Begleitfahrzeuge. Eins fährt, eins ruht sich aus. Fahrerwechsel im Rhythmus, Schlaf im rollenden Zweitwagen. So macht man das. Dann fiel ein Fahrer aus. Aus zwei Autos wurde eins. Aus „Wechsel und Pause“ wurde „alle die ganze Zeit“. Wir haben ab diesem Moment im Grunde dasselbe gemacht wie Basti auf dem Rad – nur sitzend. Keine Pause, kein Schlaf, volle Distanz. Nur ohne Trikot.
Das klingt erstmal wie ein Problem. War es auch. Aber – und das habe ich erst später verstanden – es war gleichzeitig das Beste, was diesem Trip passieren konnte. Ich habe nämlich nichts verpasst. Keinen Tiefpunkt, kein Hoch, keinen Sonnenuntergang in den Pyrenäen, keinen Sonnenaufgang irgendwo kurz vor Madrid.
Der erste Tag ist immer romantisch
Am Anfang ist so eine Aktion fast wie Urlaub. Man fährt zusammen los, hat Snacks dabei, macht Witze, hört Musik. Man denkt: Wird schon, sind ja nur vier Tage. Vier Tage sind nichts. Vier Tage ist die Zeitspanne, in der eine angebrochene Packung Hummus im Kühlschrank noch als frisch gilt.
Dann kommt Tag zwei. Dann kommt Tag drei. Dann kommt der Moment, in dem jemand im Auto sagt: „Welcher Tag ist eigentlich heute?“ und es eine ernst gemeinte Frage ist.
Wir sind 2.450 Kilometer hinter einem Rad hergetuckert, das die meiste Zeit mit rund 35 km/h fuhr. Wer schon mal 35 km/h im Auto gefahren ist, weiß: Das ist die Geschwindigkeit, bei der die Straße dich mehr fährt als du sie. Angehalten haben wir zum Pinkeln und zum Tanken. An einer der Tankstellen habe ich aus Versehen fast einen Kaffee getrunken, der mir gar nicht gehörte. Der Besitzer hat’s verstanden. Wir sahen ja aus wie Leute, die Kaffee brauchen.
Was man über sich lernt, wenn man nicht schläft
Ich bin Unternehmer. Kollege von Basti bei OrthoMechanik. Ich dachte eigentlich, ich hätte Gefühle wie Wut, Müdigkeit und Gereiztheit ganz gut im Griff. Nach Tag drei wusste ich: Ich hatte sie ein bisschen im Griff. So wie man einen nassen Fisch im Griff hat.
»Stoische Gelassenheit ist eine schöne Sache, wenn man ausgeschlafen ist. Stoische Gelassenheit mit einem Koffeinspiegel, bei dem man Geräusche sieht, ist eine andere Disziplin.«
Und trotzdem – oder vielleicht genau deswegen – war dieser Trip eine der besten Erfahrungen, die ich je hatte. Irgendwann kippt es. Irgendwann wird der Spaß spaßiger, je erschöpfter man ist. Das ist vermutlich unphysiologisch. Aber es ist wahr.
Und dann kam der Nacken
Basti ist, wie gesagt, in sehr guter Form. Aber selbst sehr gute Formen haben ihre Grenzen, und diese Grenze sitzt bei ihm im Nacken. Durch die lange Zeit in der Aero-Position war er nicht mehr da, wo ihn sein Bike-Fitter eigentlich haben wollte. Ein paar Zentimeter nach hinten. Klingt harmlos. Ist auf 2.450 Kilometern ungefähr so harmlos wie ein Steinchen im Schuh auf einem Marathon.
An Tag drei war der Nacken zu. Wer jetzt denkt „Da kommt die Massagepistole“ – nein. Genau nicht. Und das ist der Punkt, an dem ich in diesen vier Tagen selbst etwas über Regeneration gelernt habe.
Ein überreizter Nacken ist kein Oberschenkel. Genauso wenig wie empfindliche Füße oder das vordere Schienbein. An solchen Stellen darf es gerne etwas sanfter zugehen – ohne dass man auf Tiefenwirkung verzichten muss.
Basti wusste das. Er hat direkt nach dem Sonic gefragt. Das Sonic arbeitet nicht mit Druck, sondern mit Schallwellen – hohe Frequenz, keine perkussiven Bewegungen. Die Schwingungen kommen tief ins Gewebe, ohne die Oberfläche zu belasten. Das klingt nach einem Detail. Ist aber der ganze Unterschied.
Ein paar Minuten Sonic auf dem Nacken, kurzer Powernap – und danach saß Basti wieder auf dem Rad, als wäre nichts gewesen. Nicht „schon wieder okay“. Wirklich gelöst. Das ist kein Marketing-Satz, das ist eine Beobachtung, die ich den Rest der Fahrt nicht vergessen habe.
Für die großen Muskelgruppen – Quadrizeps, Waden – nutzt Basti unsere Flex. Hier lässt sich nicht nur die Frequenz, sondern auch die Massagetiefe einstellen, 8 bis 12 mm. Das ist, was eine klassische Massagepistole nicht kann. Die Flex geht gezielt so tief, wie der Muskel es gerade braucht. Basti schwört auf den Vier-Punkte-Aufsatz, weil der den ganzen Muskel gleichzeitig umfasst. Klingt technisch, ist es auch – und genau deshalb funktioniert es.
Kurz für alle, die mitlesen: Sonic für empfindliche Stellen. Flex für große Muskelgruppen. Nicht alles braucht Druck. Es braucht die richtige Methode an der richtigen Stelle.
Die Geräte aus diesem Artikel
• OrthoMechanik Sonic – Schallwellenmassage für empfindliche Bereiche (Nacken, Füße, Schienbein)
• OrthoMechanik Flex – Massagepistole mit einstellbarer Tiefe (8–12 mm) für große Muskelgruppen
• Hohe Frequenz, schonende Tiefenwirkung
• Im Einsatz bei Ultra-Langdistanz-Athleten
Das Einzige, was ich falsch eingeschätzt habe
Bei der Zusage hatte ich mir fest vorgenommen: Dieses eine Projekt – RAAM – niemals. Das ist zu lang, zu anstrengend, zu viel. Tja. Nach vier Tagen, 2.450 Kilometern, keinem Schlaf und einem Koffeinspiegel, der in manchen Ländern meldepflichtig wäre, stellte ich fest, dass ich Teil eines Teams geworden war, das ich unter normalen Umständen niemals so kennengelernt hätte. Dass ich jeden Sonnenuntergang gesehen hatte, jeden Sonnenaufgang, jedes Tief, jedes Hoch. Dass ich nichts verpasst hatte.
Und dass ich den nächsten Spaß auf gar keinen Fall verpassen will.
»Deshalb muss ich die Eingangsbehauptung kurz korrigieren. Basti wird nicht das RAAM gewinnen. Wir werden das RAAM gewinnen.«
OrthoMechanik Sonic — Schallwellenmassage für Athleten
Das gleiche Gerät, das Basti bei 2.450 km auf dem Rad begleitet hat. Tiefenwirksam, schonend, überall einsetzbar – lieber nicht während der Fahrt.
Wer bis hierhin gelesen hat, hat sich was verdient: 10 € Rabatt mit dem Code TRIMAG10. → https://orthomechanik.de/products/ortho7k
Verfasst von Yasser Sakan
Gründer & Geschäftsführer von OrthoMechanik. Begleitet Ausdauersportler mit professionellen Regenerationsgeräten – und manchmal auch persönlich im Begleitfahrzeug.