Montag, 20. Mai 2024

102 Langdistanzen in 102 Tagen

Ultra-Triathlet Sean Conway

102 Langdistanztriathlons in 102 Tagen – Sean Conway stellt sich einer gewaltigen Herausforderung, um einen neuen Weltrekord aufzustellen. Und sein Abenteuer hat gerade erst angefangen.

Der Ultra-Ausdauersportler ist bekannt geworden, als er 2013 Großbritannien in der Länge abgeschwommen ist. Es folgten weitere Bestmarken: Conway absolvierte 2015 einen Triathlon über die gesamte britische Insel, ein Jahr später folgte der längste Triathlon der Welt (ca. 6.750 Kilometer). Und 2018  durchquerte er Europa mit dem Fahrrad, fuhr von der Westküste Portugals bis nach Russland 4.000 Meilen in knapp 25 Tagen. „Ich war in verschiedenen Kategorien der Erste, der Schnellste und derjenige, der die weiteste Strecke zurückgelegt hat. Nun will ich die meisten Triathlons in Folge absolvieren“, sagt der 41-Jährige.

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23.078 Kilometer muss Conway insgesamt zurücklegen

Conway, der in Simbabwe geboren wurde, in Südafrika aufwuchs und in Wales lebt, will den Rekord des Kanadiers James Lawrence verbessern. Der „Iron Cowboy“ bewältigte im Vorjahr 101 Langdistanz-Triathlons in 101 Tagen. Conway sagte der Daily Post Wales, dass er allergrößten Respekt habe vor der Leistung von Lawrence und sich vor ihm verneigen würde. „Er hat die Messlatte hochgelegt. Aber nun versuche ich, diese Marke zu toppen. Ich werde versuchen, 102 zu absolvieren. Aber mehr werden es wohl nicht, das ist dann genug.“

102 Langdistanzen à 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen – das ist zunächst eine Rechenaufgabe. Insgesamt muss Conway 23.078 Kilometer zurücklegen, aufgeteilt in ca. 394 Kilometer im Wasser, 18.380 Kilometer auf dem Fahrrad und 4.303 Laufkilometer.

„Schwimmen zehrt an der Motivation, Radfahren bietet viel Genuss“

Schwimmen ist dabei ganz sicher nicht die Lieblingsdisziplin des Ultra-Ausdauersportlers: „Es ist immer kalt und zehrt an der Motivation. Das Radfahren dagegen bietet so viele Genussaspekte. Man sieht ganze Landstriche an einem Tag und freut sich über jede Abfahrt.“  

Den Weltrekordversuch startete Conway gerade in seiner Heimat Nordwales. Es sei eine schöne Route, so der Mann mit dem auffälligen roten Bart, wenngleich nicht die flachste. Er versuche, jede Langdistanz in 14 bis 15 Stunden zu absolvieren.

„Es ist keine Frage der Fitness, sondern ob ich genug essen kann“

Wichtig sei, bei dieser Herausforderung bei der Familie zu sein. Deshalb habe er eine Route durch Flintshire gewählt. „Dort in der Nähe meines kleinen Wohnorts Rhydymwyn habe ich ein Supportteam. Das ist wichtig wegen der Ernährung. Denn die Vielzahl der Triathlons zu schaffen, ist keine Frage der Fitness. Die Herausforderung lautet: Kann ich genug essen, um das durchzustehen?“

Das Abenteuer dauert bis September

Jeder seiner Weltrekordversuche sei härter als der letzte, so Conway. „Es wird wieder reichlich Schlafentzug, Muskelkater, Müdigkeit, Nässe und Kälte geben. Aber wenn ich im September damit fertig bin, werde ich zurückblicken und denken, dass sich der Aufwand gelohnt hat.“ Im nächsten Jahr will der Abenteurer im Erfolgsfalle seine jüngsten Erlebnisse als Buch verfassen und als Motivationsredner auftreten. Wer Sean Conways tägliche Triathlons aktuell verfolgen möchte, kann ihm auf seinem Instagram-Account folgen.

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6 Kommentare

  1. „Ich war in verschiedenen Kategorien der Erste, der Schnellste und derjenige, der die weiteste Strecke zurückgelegt hat. Nun will ich die meisten Triathlons in Folge absolvieren…“

    Vom Sofa aus würde ich sagen der Mann braucht ne Therapie und nicht 102 Tage Triathlon. Viel Spaß…:)

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Christian Wriedt
Christian Wriedt
Schreiben und Bearbeiten von Texten, Verbesserung der internen Abläufe und Erstellung von Abgabeplänen – das ist der tägliche Dreikampf von Christian Wriedt in der triathlon-Redaktion. Der studierte Sportwissenschaftler ist vor allem aufgrund seiner langjährigen journalistischen Erfahrung verpflichtet worden. Dem Triathlon begegnet der gebürtige Hamburger und leidenschaftliche Fußballer mit großer Neugier und noch größerem Respekt.

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