Zwei Schwellen-Einheiten an einem Tag, regelmäßige Laktatmessungen und erstaunlich wenig Training am absoluten Limit: Das norwegische Trainingsmodell hat den internationalen Ausdauersport geprägt. Der Erfolg beruht jedoch nicht darauf, einfach häufiger hart zu trainieren.

Norwegische Ausdauersportler sind seit Jahrzehnten in der Weltspitze vertreten. Im Skilanglauf gehört das Land traditionell zu den dominierenden Nationen, im Lauf- und Triathlonsport machten Athleten wie Jakob Ingebrigtsen, Kristian Blummenfelt und Gustav Iden das sogenannte norwegische Modell international bekannt.
Besonders viel Aufmerksamkeit erhält dabei das Doppel-Threshold-Training. An ausgewählten Tagen stehen nicht eine, sondern zwei Einheiten im Bereich der zweiten Laktat-Schwelle (LT2) auf dem Programm. Das klingt zunächst nach einer besonders aggressiven Form des Intensitätstrainings. Tatsächlich verfolgt das Modell jedoch das Gegenteil: Die Belastung wird sehr genau begrenzt, damit die Athleten möglichst viel Arbeit in einem leistungsrelevanten Bereich absolvieren können, ohne regelmäßig in hochintensive oder erschöpfende Belastungen abzurutschen.











