Am Sonntag fällt zum letzten Mal der Startschuss im „Valley of the Sun“. Ob Lokalmatador Sam Long wegen der bevorstehenden Geburt seines zweiten Kindes antritt, bleibt offen – das Frauenrennen verspricht ohnehin Hochspannung.

Nach 20 Jahren geht in Tempe, Arizona, eine Ära zu Ende. Am Sonntag (16. November) wird dort zum letzten Mal der Ironman Arizona ausgetragen – ein Rennen, das für viele Triathletinnen und Triathleten zu den beliebtesten Veranstaltungen im US-Kalender gehört. Die stetig wachsende Stadt rund um Phoenix macht eine Fortsetzung jedoch unmöglich: zu viel Verkehr, zu viele Baustellen, zu wenig Platz für eine 180-Kilometer-Radstrecke. Die Organisatoren ziehen schweren Herzens den Schlussstrich.
„Ironman ist Teil unserer Stadtgeschichte geworden“, sagte Bürgermeister Corey Woods. „Wir haben zwei Jahrzehnte lang Sportlerinnen, Sportler und Fans aus aller Welt willkommen geheißen – jetzt wollen wir ihnen einen gebührenden Abschied bereiten.“
Der Kurs: Schnell, sonnig, legendär
Das Rennen gilt als eines der schnellsten auf US-amerikanischem Boden – und als eines der stimmungsvollsten.
Die Schwimmstrecke führt über 3,8 Kilometer im Tempe Town Lake. Auf der Radstrecke bieten drei Runden (insgesamt 179 Kilometer) durch die Sonora-Wüste und über den Beeline Highway mit rund 800 Höhenmetern einen spektakulären Ausblick. Anschließend geht es zu Fuß 42,2 Kilometer entlang des Tempe Town Lake, vorbei an Papago Park und Rio Salado Parkway – flach und schnell.
Favoriten: Startet Sam Long?
Bei den Männern steht alles im Zeichen von Sam Long (USA) – sofern er überhaupt startet. Seine Frau Lara erwartet in diesen Tagen das zweite Kind, weshalb der US-Star seine Teilnahme bis zuletzt offenließ. „Vielleicht wird es Tempe, vielleicht Cozumel“, schrieb Long auf Instagram. Sollte er antreten, ist er klarer Favorit.
Hinter ihm lauern mehrere Siegkandidaten:
- Rasmus Svenningsson (SWE) – Sieger des Ironman Chattanooga
- Trevor Foley (USA) – mehrfacher 70.3-Podestplatzierter
- Joe Skipper (GBR) – Sieger in Tempe 2022, zuletzt Zweiter beim Ironman Neuseeland
- Matt Hanson (USA) – fünffacher Ironman-Champion
Offenes Frauenfeld mit internationaler Mischung
Das Profifeld der Frauen ist in diesem Jahr besonders ausgeglichen. Alice Alberts (USA) gilt nach Platz 4 beim Ironman Texas und Rang 23 auf Hawaii als Favoritin. Ihre stärksten Konkurrentinnen dürften sein:
- Elisabetta Curridori (ITA) – 16. Platz auf Hawaii
- Jodie Stimpson (GBR)
- Annamarie Strehlow (USA)
- Stephanie Clutterbuck (GBR)
Preisgeld und Übertragung
Für die Profis steht ein Preisgeld von 100.000 US-Dollar bereit, davon je 15.000 Dollar für die Siegerin und den Sieger. Der Startschuss für die Männer fällt am Sonntag um 6:40 Uhr Ortszeit (14:40 Uhr MEZ), die Frauen folgen fünf Minuten später. Um 6:50 Uhr gehen die Agegrouper ins Wasser des Tempe Town Lake. Eine Liveübertragung gibt es nicht, das Rennen lässt sich aber wie gewohnt über die Ironman-Tracker-App verfolgen.









