Am Sonntag steht Sam Long bei den Nordamerika-Meisterschaften am Start. Wir blicken auf einen extremen Koppellauf des US-Amerikaners, der nach lockerer Radvorbelastung ein außergewöhnlich langes Intervallprogramm absolvierte.

Sam Long gehört zu den stärksten Athleten und schillerndsten Persönlichkeiten auf der Mittel- und Langdistanz. Der US-Amerikaner hat sich über Jahre den Ruf als herausragender Überbiker erarbeitet, doch anhand seiner großen Erfolge längst gezeigt, dass seine Stärke nicht nur auf die zweite Disziplin beschränkt ist. Anfang Mai gewann Long den Ironman 70.3 Gulf Coast und fuhr dort mit 1:49:32 Stunden über rund 89,3 Kilometer den schnellsten offiziell registrierten Bike-Split bei einem Ironman-70.3-Rennen. Eine Woche später folgte Platz vier beim Ironman 70.3 Chattanooga.
Beim Ironman 70.3 Pennsylvania Happy Valley wartet am Sonntag das nächste große Rennen auf den 30-Jährigen. Als nordamerikanische Meisterschaft gehört das Event zur Ironman Pro Series 2026. Das Männerfeld ist entsprechend stark besetzt: Neben Long stehen unter anderem Matt Hanson, Ben Kanute, Trevor Foley, Sam Appleton, Morgan Pearson und Jason West auf der Startliste. Für Long ist die Ausgangslage interessant. Mit seiner Schwimmwäche wird er angesichts der Konkurrenz auf eine herausragende Rad-Lauf-Kombination angewiesen sein, um die Siegchancen aufrechterhalten zu können.
Genau darauf zielt die ausgewählte Einheit ab, bei der Long seinem Ruf als Trainingsweltmeister einmal mehr alle Ehre macht. Er absolvierte vor dem Koppellauf zunächst eine lockere Radfahrt als leichte Vorbelastung und bewältigte anschließend ein Laufprogramm, das in Umfang und Intensität weit über ein klassisches Intervalltraining hinausgeht. Mit Blick auf Sonntag wirkt es so, als wollte sich Long damit gezielt auf eine Laufentscheidung mit den drei Topläufern Pearson, West und Foley vorbereiten.












