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Achtung Pollenflug
Heuschnupfen und Sport treiben, geht das?

Es beginnt die Jahreszeit, in der der Pollenflug hoch ist und unsere Allergie uns wieder zu schaffen macht. Dass Sporttreiben kein Fehler sein muss und was du beachten musst, liest du hier!

(c) Galitskaya | Dreamstime.com

Was für eine tolle Jahreszeit der Frühling doch ist! Die Temperaturen steigen, die Bäume werden grüner, andere Blumen fangen an zu blühen, alles erwacht aus dem Winterschlaf und wir werden von der Natur in unserem Bewegungsdrang regelrecht mitgerissen, wenn da nicht die eigene Pollenallergie wäre. Mehr als 11 Millionen Menschen in Deutschland zeigen während der Pollensaison, die in der Regel von April bis August verläuft, Allergiesymptome wie Niesattacken, Schnupfen sowie juckende und tränende Augen. Fachlich spricht man bei der Entzündung der Nasenschleimhäute von einer Rhinitis. Hierbei kommt es zu einer Überreaktion des Körpers auf bestimmte Substanzen, im Falle des Heuschnupfens auf Pollen und / oder Gräser, die für viele normal sind.

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Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts wird bei 15 Prozent der Erwachsenen während ihres Lebens eine Pollenallergie diagnostiziert. Es ist also ein gesellschaftliches Problem, wodurch die Lebensqualität und Gesundheit der Betroffenen teilweise deutlich reduziert wird. Dass die Symptome nicht dazu beitragen, dass man sich fit fühlt, versteht sich von selbst. Dabei ist es gar nicht verkehrt, in diesen Momenten an Sport zu denken, denn Sport kann helfen, den Heuschnupfen besser zu verkraften.

Mit Sport gegen die Allergie schützen

Wer nun denkt, während des Sporttreibens noch eher an Atemnot zu leiden als er es nicht ohnehin schon tut, der irrt. Insbesondere Ausdauertraining aktiviert das Herz-Kreislauf-System und damit auch die Lunge. Zudem werden im Organismus Botenstoffe ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass Entzündungsreaktionen gehemmt werden, weshalb durch Sport eine höhere Belastbarkeit erzielt werden kann. Im Allgemeinen haben Sportlerinnen und Sportler ein aktiveres, trainiertes Immunsystem gegenüber denen, die kein Sport ausüben. Das hängt damit zusammen, dass durch die körperliche Betätigung das Immunsystem angeregt wird, mehr Arbeit zu leisten. Die Mehrarbeit, die das Immunsystem nach einer körperlichen Aktivität leisten muss, besteht darin, dass zerstörte Zellen abtransportiert und feine Risse im Muskelgewebe repariert werden müssen. Bei aktiven Menschen werden Immunzellen also nicht nur zur Abwehr von Viren und Bakterien eingesetzt, sondern auch zur Wiederherstellung des Organismus nach einer Trainingseinheit. Dieser Mehreinsatz der Immunzellen hat zur Folge, dass Sportlerinnen und Sportler eine größere Anzahl an Immunzellen zur Verfügung haben.

Punkte, die beachtet werden müssen

Um seine Sporteinheit nicht im absoluten Pollensturm absolvieren zu müssen, sollten ein paar Punkte beachtet werden, die das sportliche Betätigen während der Blütezeit erleichtern. Für Triathleten und Triathletinnen ist dabei schon mal gut, dass Ausdauerdisziplinen bevorzugt werden sollten, die draußen stattfinden. Im Gegensatz zum Schwimmen, das in einem Medium stattfindet, wo die Pollenbelastung meistens gering ist, bedarf Radfahren und Laufen ein klein wenig mehr Planung, wenn es keine laufende Nase während der Einheit geben soll. Halte dich möglichst von Plätzen fern, wo die Blüteaktivität hoch ist. Eine Gravel- oder Mountainbike-Tour über Wiesen und durch Wälder muss dann mal weichen. Bevorzugen darfst du feuchte Gebiete, dort ist weniger Aktivität zu erwarten. Die Belastung von Pollen im Freien ist geringer als im Inneren, es sei denn, die eigene Paincave ist hermetisch abgeriegelt. Such dir eher windstille Tage aus, verlege die Einheiten auf die Morgenstunden, wo der Anteil der Pollen in der Luft geringer und damit weniger belastend ist.

Natürlich bleiben gewisse Risiken bestehen und grundsätzlich sollte immer der eigene Arzt eine Empfehlung geben. Aktivitäten mit einer geringen Ausdauerbelastung sind denen mit intensiven Intensitäten vorzuziehen. Wenn es einer medikamentösen Einstellung bedarf oder du in der Desensibilisierungsphase bist, ist eine Rücksprache unerlässlich. Auch wenn eine Pollenallergie bekannt ist, kann eine frühzeitige ärztliche Einstellung dabei helfen während der Pollenflugzeit ein besseres Wohlbefinden zu haben.

Sechs Tipps für die Pollenzeit

  1. Die Zeit ist entscheidend: Wähle die Morgenstunde für deine sportliche Aktivität, erkundige dich über die aktuellen Pollenkonzentrationen
  2. Kleidung / Bettwäsche regelmäßig waschen: An Textilien bleiben Pollen gerne kleben. Gerade während des Schlafs solltest du dich erholen, wenn dann die Bettwäsche noch mit Pollenstaub verklebt ist, bekommen deine Schleimhäute gar keine Ruhe. Wäsche nicht im freien Trocknen lassen.
  3. Haare sind Pollenfänger: Eine Mütze schützt beim Sport nicht nur gegen die Sonne, auch hilft sie dabei, dass sich die Pollen nicht in den Haaren festsetzen. Haarewaschen vor dem Schlafen gehen beruhigt auch deine Schleimhäute in der Nacht.
  4. Honig hilft: Bei Halsschmerzen und Erkältung ist Honig ein geeigneter Haushaltstrick, um die Symptome zu lindern, auch bei Heuschnupfen kann Honig helfen.
  5. Sonnenbrille tragen: Eine Sonnenbrille schützt die Augen nicht nur gegen die Sonnenstrahlen, sondern auch vor Pollen, die umherfliegen.
  6. Nasendusche: Die regelmäßige Anwendung einer Nasendusche kann zur Linderung der Symptome beitragen.

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2 Kommentare
  1. DN

    Ich reagiere vor allem im Mai und Juni sehr sensibel auf Gräser- und Birkenpollen und mache seit letztem Jahr eine Desensibiliserung. Leider haben die Pollen in der Zeit einen großen Einfluss auf meine Leistungsfähigkeit: Meine Herzfrequenz bei easy runs ist bei gleicher Pace wie zuvor nicht selten um bis zu 20 Schläge/min höher, ich fühle mich oftmals schlapp, bekomme durch offenbar gereizte Schleimhäute schlecht Luft und bei Wettkämpfen und Leistungstest erreiche ich nicht annähernd die Leistungsdaten wie zB direkt vor der Pollenzeit, was natürlich ziemlich frustriert, wenn man sich monatelang vorbereitet hat – ab Mitte/Ende Juli normalisiert sich das dann wieder; konnte ich bereits in der dritten Saison so beobachten. Eine richtige Lösung dafür konnten mir weder Allergologe, noch Kardiologe geben. “Pollen-Apps” sind für mich auch Zeitverschwendung, weil die Belastungen mmn auch regional, je nach Aufenthaltsort, stark abweichen können und ich die ausgegebene “leichte”, “mittlere”, “starke” Belastung oftmals ganz anders wahrnehme. Faszinierend finde ich auch, dass meistens Nachts – und das bei geschlossenen Fenstern – die Niesattacken und leckenden Augen am schlimmsten sind, trotz Hygiene-Maßnahmen. Vom Allergologen wurde mir gesagt, dass es auch nicht richtig sei, dass die Belastung während des Regens grundsätzlich niedrig sei, weil im Pollenflug die Pollenkörner bei Regen auf den Boden gedrückt werden, zerplatzen und die Belastung dann sogar unter Umständen höher ist. Vielleicht gibt es ja Athleten hier, denen es ähnlich ergeht und die ein paar zusätzliche Tipps zum Umgang haben 🙂

    1. Andre

      Das mit dem Regen habe ich auch gehört. Nach ca. 30 min sollten die Pollen aber ausgespült sein und man kann loslegen.
      Ich laufe momentan mit einem Buff vor Nase und Mund. Man bekommt schon schlechter Luft, aber bei lockeren Einheiten stört mich das nicht. Danach dann direkt in die Wäsche. Damit geht es mir viel besser.
      Auf dem Land soll die Belastung abends geringer sein, in der Stadt morgens. In Verbindung mit Abgasen sind Pollen übrigens besonders allergisch. Also größere Straßen meiden.
      Habe letztes Jahr Akupunktur machen lassen, hat die Symptome etwas gemildert.
      Mache auch viele Hausmittel, also Ingwer trinken, Apfelessig trinken, der Effekt ist aber überschaubar. Hochdosiertes Vitamin C mit Zink soll auch helfen.

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