Rund 1.600 Athletinnen und Athleten, der traditionelle Start von der Fähre und angepasste Strecken wegen Niedrigwassers: Die 31. Ausgabe des Ryzon Bonn Triathlons bot besondere Bedingungen und starke Geschichten.

Nick Emde hat die 31. Ausgabe des Ryzon Bonn Triathlons gewonnen. Der Lokalmatador setzte sich bei seinem Heimrennen in 2:55:28 Stunden durch und wiederholte damit seinen Erfolg aus dem Vorjahr. Bei den Frauen gewann Ronja Steiling vom SSF Bonn.
Für Emde war der Sieg ein besonderer Erfolg: Der Profi-Athlet ist selbst Mitglied der beiden ausrichtenden Bonner Vereine und ging entsprechend als einer der Favoriten ins Rennen. Hinter ihm belegten Timo Schaffeld und Thorben Werner die Plätze zwei und drei.
„Der Sieg war in diesem Jahr härter als im vergangenen Jahr“, sagte Emde im Ziel. Vor allem auf dem Rad habe er gespürt, dass er das Rennen nicht frühzeitig kontrollieren konnte. „Aber beim Laufen hatte ich dann doch guten Puffer.“ Der Zweitplatzierte Timo Schaffeld war erst zwei Wochen zuvor beim Ironman Lanzarote gestartet und merkte die Belastung noch. „Ich musste auf dem Rad die Jungs vorn ziehen lassen, wusste aber, dass ich mich auf meine Laufbeine verlassen kann.“
Ronja Steiling gewinnt Frauenrennen
Bei den Frauen gab es ebenfalls einen lokalen Sieg. Ronja Steiling vom SSF Bonn gewann in 3:38:20 Stunden und setzte sich knapp vor Lara Belke durch, die ebenfalls aus Bonn kommt und nach 3:39:57 Stunden das Ziel erreichte. Platz drei ging an Verena Köster aus Köln in 3:42:19 Stunden.
Für Steiling war der Erfolg nicht unbedingt zu erwarten. „Es war für mich das erste Mal, dass ich so eine Distanz gemacht habe. Ich habe nicht mit einem Sieg gerechnet – aber es hat einfach riesig Spaß gemacht“, sagte sie im Ziel.
Start von der Fähre, Ziel am Rhein
Der Bonn Triathlon war am Sonntagmorgen kurz nach neun Uhr traditionell mit dem Start von der Fähre in den Rhein eröffnet worden. Insgesamt waren rund 1.600 Athletinnen und Athleten am Start, darunter etwa 1.300 Einzelstarter. Nach 4,2 Kilometern Schwimmen stromabwärts im Rhein folgte eine rund 64 Kilometer lange Radstrecke mit etwa 800 Höhenmetern. Abschließend liefen die Teilnehmenden drei Runden à fünf Kilometer entlang des Rheins bis ins Ziel.
Aufgrund des Niedrigwassers im Rhein hatte das Organisationsteam im Vorfeld Anpassungen an der Strecke vorgenommen. Unter anderem wurde die Schwimmstrecke verlängert.
Para-Staffeln als Neuerung
Eine Premiere gab es in diesem Jahr mit drei Staffeln, in denen insgesamt vier Para-Sportler an den Start gingen. Für Organisator Arne Wenzel war das ein wichtiges Signal. „Wir haben in diesem Jahr Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt – und werden darauf im kommenden Jahr aufbauen“, sagte er.
Insgesamt zog Wenzel ein positives Fazit der 31. Ausgabe: „Wir hatten einige Herausforderungen zu meistern, gerade mit dem Niedrigwasser im Rhein. Aber die Anpassungen mit der Verlängerung der Schwimmstrecke und auch die neue Radstrecke haben sich bewährt.“
Der Termin für die nächste Ausgabe steht bereits fest. Der Bonn Triathlon 2027 soll am 6. Juni stattfinden. Die Anmeldung öffnet voraussichtlich im Herbst.











