Mit dem Titelgewinn von Brunnée und mehreren Top-Ten-Platzierungen zeigt sich das deutsche Team in Alsdorf insgesamt in guter Verfassung. Auch die Agegrouper unterstreichen einmal mehr ihre Stärke im Duathlon mit etlichen Titeln und Podiumsplatzierungen.

Die deutschen Duathleten haben bei den Europameisterschaften über die Mitteldistanz im Rahmen des Powerman Alsdorf ein starkes Gesamtbild abgegeben und mit Merle Brunnée eine überragende Athletin in ihren Reihen gehabt. Die 31-Jährige wurde ihrer Favoritinnenrolle mehr als gerecht und sicherte sich mit einer eindrucksvollen Vorstellung den Titel.
Dabei lief zunächst nicht alles nach Plan. Nach den ersten zehn Laufkilometern lag Brunnée noch mehr als eine Minute hinter der führenden Britin Rachel Brown zurück. Doch was folgte, war eine Machtdemonstration auf dem Rad. Mit einem Schnitt von knapp 42 km/h über die 60 Kilometer der Radstrecke übernahm die gebürtige Bremerin die Kontrolle über das Rennen, schloss die Lücke und setzte sich entscheidend ab.
Europameisterinnentitel und Streckenrekord: Brunnée unterstreicht Ausnahmestellung

Mit einem komfortablen Vorsprung von mehr als drei Minuten ging Brunnée auf die abschließenden zehn Kilometer. Die Konkurrenz konnte die Lücke nicht mehr schließen und somit ließ sich die viermalige Weltmeisterin im Duathlon den Sieg nicht mehr nehmen. In 2:41:47 Stunden stellte sie nicht nur einen neuen Streckenrekord auf, sondern krönte sich nach WM-Gold im Vorjahr und EM-Silber 2024 nun auch zur Europameisterin.
Hinter ihr sicherte sich Brown Rang zwei, während die Niederländerin Dieske Kruisselbrink das Podium komplettierte. Aus deutscher Sicht überzeugte zudem Maja Betz, die als Fünfte das Podium nur knapp verpasste. Hannah Arlom und Lisa Strothmann lagen zwischenzeitlich ebenfalls aussichtsreich im Rennen, mussten auf den letzten Laufkilometern jedoch etwas abreißen lassen und belegten die Plätze sieben und neun.
Timo Schaffeld stark, Simon Huckestein mit DNF

Bei den Männern blieb ein Podestplatz zwar aus, dennoch setzte Timo Schaffeld ein klares Ausrufezeichen. Der 30-Jährige zeigte ein konstantes Rennen und arbeitete sich nach einem elften Platz im ersten Lauf kontinuierlich nach vorn. Vor allem auf dem Rad machte er Boden gut und lief am Ende auf einen starken sechsten Rang (2:29:40 Stunden).
Der Sieg ging an den Belgier Thibaut De Smet, der sich vor Andrea Alagona (Schweiz) und Matthew Nelson (Großbritannien) durchsetzte.
Für Simon Huckestein verlief das Rennen dagegen enttäuschend. Der WM-Fünfte des Vorjahres musste nach dem ersten Lauf vorzeitig aussteigen. Zwischen Kilometer fünf und sechs machte seine Wade dicht und ein Weiterlaufen war nicht mehr möglich.
Agegrouper erfolgreich
Neben den Profis waren auch eine Vielzahl an Agegroupern am Start. Hier konnten insgesamt neun deutsche Titel gesichert werden, ebenso wie 22 weitere Podestplätze. Hier gibt es die vollständigen Ergebnisse.









