Winter-Triathlon ohne Neopren und warmer Kleidung. Paul Bieber startet am 1. März 2026 zum Projekt „Ice Triathlon“ im Allgäu.

Am 1. März 2026 will der Allgäuer Extremsportler und Eisschwimmer Paul Bieber mit dem Projekt „Ice Triathlon“ neue Maßstäbe setzen. Bei weniger als fünf Grad Luft- und Wassertemperatur plant er einen Triathlon ohne Neoprenanzug, im klassischen Einteiler und unter winterlichen Bedingungen. Start ist um 9 Uhr in Bühl am Alpsee.
Supersprint unter Extrembedingungen
Die Strecke entspricht einer Supersprint-Distanz: 250 Meter Schwimmen im Alpsee, 12,5 Kilometer Radfahren Richtung Oberstaufen/Wengen sowie ein 2,5-Kilometer-Lauf von Wengen nach Oberstaufen. Die geplante Zielankunft liegt zwischen 9:45 und 10 Uhr. Was auf dem Papier kompakt wirkt, dürfte unter den angekündigten Bedingungen zur echten Belastungsprobe werden.
Gerade auf dem Rad wird der Windchill-Effekt entscheidend sein. Bei rund fünf Grad Außentemperatur können sich die Bedingungen durch Fahrtwind deutlich kälter anfühlen. Zusätzlicher Kälteschutz ist nicht vorgesehen. Als Wechselzone dient ein Reisemobil, in dem sich Bieber nach jeder Disziplin vollständig abtrocknet und den Triathloneinteiler wechselt.
Rückkehr zum Triathlon

Der Ice Triathlon ist als Weltrekordversuch konzipiert. Ein vergleichbares Projekt unter diesen Bedingungen wurde bislang nicht dokumentiert. Bieber verbindet das sportliche Vorhaben mit einer persönlichen Rückkehr zum Triathlon: Vor rund 20 Jahren startete er auf der Mitteldistanz, unter anderem beim Ironman 70.3 Wiesbaden, St. Pölten und Rapperswil sowie beim Allgäu Triathlon.
In den vergangenen Jahren verlagerte sich sein Fokus auf den Extremsport. Als Eisschwimmer sammelte er nationale Rekorde, einen Weltrekord, einen Weltmeistertitel über 1.000 Meter im Winterschwimmen sowie 14 absolvierte Eismeilen. Die Erfahrung im Umgang mit Kälte bildet nun die Grundlage für das Projekt Ice Triathlon.
Mehr als ein Sportprojekt
Neben der sportlichen Herausforderung versteht Bieber das Projekt als Zeichen der Anerkennung für Einsatzkräfte wie Feuerwehr, Wasserwacht, Bergwacht und Rettungsdienste. Als aktiver Lebensretter in der Region kennt er physische und mentale Belastungen aus eigener Erfahrung. Das Vorhaben soll Aufmerksamkeit für diese oftmals unsichtbaren Herausforderungen schaffen.
„Es geht nicht um Bestzeiten, sondern ums Ankommen“, sagt Bieber. Der Ice Triathlon sei kein Wettkampf gegen andere, sondern ein Projekt über mentale Stärke, Verantwortung und den bewussten Umgang mit extremen Bedingungen.









