World Triathlon lockert die Sanktions-Regularien für Talente und erlaubt russischen Nachwuchsathleten Starts unter nationalen Symbolen. Für die Elite gelten weiterhin Einschränkungen.

Der Triathlonweltverband World Triathlon hat seine Regularien angepasst: Russische und belarussische Junioren-, Nachwuchs- und Paratriathleten dürfen ab sofort wieder unter ihrer Flagge an internationalen Wettkämpfen teilnehmen.
Diese Entscheidung wurde Anfang April vom Exekutivkomitee des Weltverbandes getroffen und gilt mit sofortiger Wirkung. Damit können junge Sportlerinnen und Sportler bereits bei anstehenden Wettkämpfen im Frühjahr – unter anderem in Spanien und Usbekistan – mit nationalen Symbolen und unter Hymne ihres Landes starten. Mit der Anpassung folgt World Triathlon einer Linie, die zuletzt auch vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vertreten wurde. Demnach sollen insbesondere Nachwuchsathleten nicht für politische Entscheidungen ihrer Regierungen verantwortlich gemacht werden. Während für Junioren und Jugendklassen Lockerungen gelten, bleiben die Einschränkungen für Erwachsene weitgehend bestehen.
Eliteathletinnen und -athleten aus Russland und Belarus dürfen weiterhin nur unter neutralem Status antreten. Zudem gelten weiterhin strenge Kriterien für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben.
Hintergrund: Sanktionen seit 2022
Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 sind russische und belarussische Sportlerinnen und Sportler in vielen internationalen Wettbewerben nur eingeschränkt zugelassen. Grundlage dafür waren Empfehlungen des IOC, denen zahlreiche Weltverbände – darunter auch World Triathlon – gefolgt sind. In der Folge wurden nationale Symbole untersagt und Starts häufig nur unter neutraler Flagge erlaubt.









